Israel Heute Morgen

Ein paar Worte über ruhige Tage in Israel, wo neue iPhones einen Platz auf den Titelseiten der Zeitungen bekommen, und Erinnerungen an den 13. September 1993, als meine Frau und ich in unsere erste Wohnung zogen, was allerdings nicht das wichtigste Ereignis an diesem Tag gewesen war.

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Guten Morgen liebe Leser!

Es ist Donnerstag, eine weitere lange Arbeitswoche neigt sich ihrem Ende entgegen…..ach, stimmt ja gar nicht. Erst gestern war ich zum ersten Mal in dieser Woche hier in unserer Redaktion in Jerusalem, und nun beginnt schon wieder das Wochenende und die Vorbereitungen auf dem Shabbat. Auch die TV-Moderatoren im Frühstücksfernsehen gaben sich heute etwas verwirrt, der heutige Donnerstag fühle sich wie ein Montag. Ja, diese Feiertage mitten in der Woche können einen schon etwas aus dem Rhythmus bringen. Aber das stört niemanden, die Zeit der Feiertage ist eine besondere Zeit. Man hat Zeit für die Familie, man besucht sich gegenseitig und vergisst dabei die Probleme des Alltags.

An diesem Wochenende werden wir zuhause allerdings nur zu dritt sein, denn unsere Tochter verbringt den Shabbat bei der Armee. Und das stört sie noch nicht einmal, ganz im Gegenteil, sie ist sogar sehr gerne dort. Sie fühlt sich wohl zusammen mit ihren Kameradinnen und Kameraden dort. Und das freut uns. Zum Jom Kippur wird sie dann wohl nachhause kommen. Kaum zu glauben, dass sie schon die Hälfte ihrer Armeezeit hinter sich hat.

Vom Wetter gibt es nicht viel zu erzählen. Von einem Temperaturrückgang zu schreiben ist schon etwas seltsam, denn es ist eigentlich völlig egal, ob in Tiberias 40 oder 38 Grad erreicht werden. Dabei sieht der Himmel früh am Morgen schon recht herbstlich aus. Seit ein paar Tagen ist es sogar noch dunkel, wenn mein Wecker klingelt. Also, wann wird es endlich kühl, also so richtig kühl?

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Teils bewölkt bis heiter mit einem Rückgang der Temperaturen, besonders in den Bergen und im Landesinneren. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 30 Grad, Tel Aviv 30 Grad, Haifa 29 Grad, Tiberias am See Genezareth 38 Grad, am Toten Meer 39 Grad, Beersheva 33 Grad, Eilat am Roten Meer 38 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -214.29 m unter dem Meeresspiegel

Sie haben sicher gemerkt, dass es zur Zeit hier bei uns in Israel recht ruhig vor sich geht. In den Medien wird über den Streit zwischen den USA und den Palästinensern berichtet. Und auch die neuen iPhones bekamen heute Platz auf den Titelseiten der Zeitungen. Und dann wurde auch der 25. Jahrestag des ersten Osloer Abkommens erwähnt. Eine Überschrift dazu lautete: “25 Jahre der Naivität” . Da mag etwas dran sein. Ich erinnere mich genau an diesen Tag, dem 13. September 1993, denn an diesem Tag waren wir mit dem Umzug in unsere erste Wohnung beschäftigt. Im Hintergrund hörten wir im Radio die Berichte von der bevorstehenden Zeremonie der Unterzeichnung in Washington. Dieses Abkommen hatte uns alles andere als beruhigt. Wir machten uns Sorgen. “Das wird nicht gut gehen”, sagte ich damals auf dem Weg zu unserer neuen Wohnung. Mir war nicht klar, wie man plötzlich Gewehre an frühere Terroristen geben soll, die Polizisten der Autonomiebehörde werden sollten. Und leider ist es auch nicht gut gegangen. Heute weiß eigentlich niemand, wie es weitergehen soll, die Fronten sind verhärtet. Die Palästinenser werden nie einem Staat zustimmen ohne Jerusalem und Israel wird nie einem palästinensischen Staat mit Ostjerusalem als Hauptstadt zustimmen. So wird es wohl immer so weitergehen wie bisher. Seit 3000 Jahren streitet man sich um Jerusalem, warum sollte das plötzlich anders werden.

Bei meiner Suche nach Videos habe ich ein paar neue Videos vom Dizengoff-Platz gesehen. Er ist jetzt fast fertig. Wer schon Mal in Tel Aviv war, kennt sicher den feuerspeienden farbigen Springbrunnen, der auf einem hochgelegten Platz über der Dizengoff-Straße stand. Er wurde zu einem Wahrzeichen der Stadt, doch die Bürger mochten diesen Platz nicht. Auch der Springbrunnen wurde oft kritisiert. Nach Jahren entschied sich die Stadt Tel Aviv dann, den Platz wieder so zu gestalten, wie er früher einmal gewesen war. Hier gibt es ein paar Bilder von der Geschichte des Platzes. Und so sieht es heute dort aus:

Der neue Dizengoff-Platz vor ein paar Tagen

Und nun wünsche ich Ihnen einen wunderbaren und friedlichen Donnerstag. Machen Sie es gut.

Machen Sie es gut

Dov

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