Guten Morgen Israel – Hebräisch? Kein Problem!

Hebräisch lernen ist einfacher als Sie denken

von Hanna Ross | | Themen: Guten Morgen
Statue "Ahava" Foto: Mendy Hechtman/Flash90

Boker Tov, liebe Leser!

Als ich vor ca. 20 Jahren anfing Hebräisch zu lernen, sah es am Anfang sehr kompliziert aus, wie Chinesisch lernen… Aber, wenn man sich für Israel und das Judentum interessiert, interessiert man sich automatisch und zwangsläufig auch für die hebräische Sprache. Die größte Hürde ist eigentlich das Erlernen der Buchstaben, Schreibschrift und Druckschrift. Die Punktierung für die Vokale ist dabei noch das Einfachste. Aber, wenn man einmal die Buchstaben kennt, ist der Rest recht einfach. Fast jedes Wort besteht praktisch aus einer Wortwurzel von ca. drei Buchstaben (nicht wie im Deutschen, wo jedes zweite Wort eine ganze Zeile einnimmt). Von dieser Wortwurzel wird alles abgeleitet (Verb, Nomen usw.). Auch die Zeitformen sind nicht kompliziert. Noch dazu gibt es nur männlich und weiblich, kein sächlich.

Junge Neueinwanderer in einem Ulpan

Als wir nach Israel eingewandert sind, sind wir für ein paar Monate in den Ulpan (Hebräischkurs für alle Neueinwanderer) gegangen. Dort haben wir wie in der ersten Klasse Hebräisch von Anfang an gelernt. Mir persönlich hat das sehr geholfen, die Grundlagen der hebräischen Sprache zu lernen und zu verstehen. Aber, wenn man dann danach nicht ins kalte Wasser springt und täglich Hebräisch spricht, kommt man schlecht rein ins Sprechen und Verstehen.

Das erinnert mich an unsere Hebräischkurse, die im vollen Gange sind. Dienstag Abend sind die Anfänger dran, mittwochs die Fortgeschrittenen. Es wird geschrieben und gesprochen; Hebräische Lieder und Hintergrundinformationen werden authentisch von unserer Hebräisch-Lehrerin übermittelt. Ich bin jeden Abend am Anfang mit dabei, schaue, dass alle eintreffen und es keine technischen Probleme gibt. Wenn alle anwesend sind, klicke ich mich raus, was mir jedes Mal schwerfällt, denn ich würde gern bei der Gruppe bleiben. Und dann beginnt der Unterricht. Jana begrüßt alle herzliche mit einem „Schalom aus Jerusalem“ und „Mah Nischma?“. Alle Teilnehmer sind sehr motiviert, nehmen super Teil – es ist eine angenehme und lockere und doch disziplinierte Atmosphäre. Jana meint immer „Sie sind alle so super, wir kommen gut voran!“.

Das Tolle ist, dass man für den Unterricht nicht aus dem Haus gehen muss, gerade in diesen nicht einfachen Tagen ein großer Vorteil. Vielleicht haben ja auch Sie, liebe Leser, Lust, mitzumachen. Bei genügend Interessenten werden wir gegen Ende des Sommers weitere Kurse anbieten. Und neben dem Lernen der Sprache können Sie dann auch dem Land Israel etwas näher sein, bis es wieder möglich sein wird, als Tourist hierherzukommen. Glauben Sie mir, wir vermissen die Besuche unserer Leser in unserer Redaktion sehr.

Im Namen der gesamten Redaktion von Israel Heute wünsche ich Ihnen einen angenehmen Tag. Machen Sie es gut.

 

Schalom aus Jerusalem!

 


Das Wetter für heute in Israel

Sommer am Strand von Tel Aviv

Es wird etwas wärmer als gestern, an der Küste wird es schwül, das ist der Sommer.  Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 32 Grad, Tel Aviv 29 Grad, Haifa 27 Grad, Tiberias am See Genezareth 37 Grad, am Toten Meer 39 Grad, Beersheva 35 Grad, Eilat am Roten Meer 42 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren  Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei – 209.24 m unter dem Meeresspiegel, es fehlen 44 Zentimeter bis zur oberen Grenze!

 

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