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MitgliederGedanken zum Schabbat

Zu Beginn der Wochenlesung erscheint ein Gebot, das auf den ersten Blick rein technischer Natur zu sein scheint: „Und du sollst den Kindern Israels gebieten, dass sie zu dir bringen reines, gestoßenes Olivenöl für den Leuchter, um ein ewiges Licht (Ner Tamid – ewige Kerze – נר תמיד) zu entzünden.“

Wochenlesung –  תְּצַוֶּה – Te´Zawe – Du sollst befehlen ; 2.Mose 27,20 – 30,10 ; Hesekiel 43,10 – 27

Beim Betrachten der heutigen Wochenlesung wird unsere Aufmerksamkeit auf ein augenscheinlich unscheinbares technisches Gebot gelenkt, in dem es um reines, gestoßenes Öl für die Herstellung eines stetigen Lichtes geht. Doch gerade hier offenbart sich eine der tiefsten Wahrheiten im biblischen Text: Wahres geistiges Licht entsteht nicht im Moment des Glanzes, sondern in der stillen, täglichen Treue. Das „Ner Tamid“ – übersetzt: Ewiges Licht – ist kein Feuerwerk, sondern ein leises, unermüdliches Leuchten, geboren aus Mühe, Reinheit und der Kunst, Verantwortung zu tragen, selbst wenn niemand zusieht.

Ein paar „Gedanken zum Schabbat“. In den fünf Büchern Mose wird die Geschichte des Volkes Israel geschildert, von der Erschaffung der Welt bis zur Erlösung im Gelobten Land, das Gott Abraham verheißen hat. Diese fünf Bücher sind in Wochenlesungen eingeteilt. Vor 25 Jahren hat mein Schwiegervater Ludwig Schneider zu den 54 Wochenlesungen das Buch „Schlüssel zur Thora“ geschrieben. Ein messianischer Leidfaden quer durch die Thora. Die Thora hat 70 Gesichter, heißt es im...

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Patrick Callahan

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