Der israelische Verteidigungsminister Yoav Galant unterrichtete am Dienstag den Kommandeur des US-Zentralkommandos (CENTCOM), General Michael Erik Kurilla, über die Entwicklungen im Krieg gegen die Hamas im Gazastreifen und den Konflikt mit der Hisbollah im Norden Israels.
Galant informierte Kurilla über den jüngsten Angriff auf Mohammed Deif, den Chef der Hamas-Terrorarmee, und Rafa’a Salameh, den Kommandeur der Khan-Younis-Brigade.
Die israelischen Verteidigungsstreitkräfte bestätigten am Sonntag, dass Salameh bei dem gezielten Luftangriff im südlichen Gazastreifen getötet wurde. Das Schicksal von Deif bleibt ungewiss.
Galant „betonte Israels Entschlossenheit, die Hamas als militärische und regierende Autorität zu zerschlagen, einschließlich der Verfolgung ihrer hochrangigen Führung“, heißt es in einer Erklärung seines Büros.
Er erörterte auch „die nördliche Arena und die andauernde Aggression der Hisbollah sowie die iranischen Versuche, die Region durch Stellvertreterangriffe zu destabilisieren. In diesem Zusammenhang betonte der Minister die wichtige Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten“, heißt es in der Erklärung weiter.
Galant bekräftigte auch das „Engagement des Verteidigungsministeriums, mit internationalen Partnern zusammenzuarbeiten, um den Zugang zu wichtiger humanitärer Hilfe für den Gazastreifen zu gewährleisten“.
Im Juni besuchte Kurilla auf Einladung des Stabschefs der israelischen Streitkräfte, Generalleutnant Herzi Halevi, Israel. Nach Angaben des israelischen Militärs führten die beiden Männer eine operative Lagebeurteilung durch und erörterten die Stärkung der strategischen Partnerschaft gegen die iranische Bedrohung.
Im Januar 2021 wurde Israel im Rahmen der von der Trump-Administration vorgenommenen Anpassungen des Unified Command Plan (UCP) offiziell vom U.S. European Command (USEUCOM) zum CENTCOM versetzt.
Dieser Schritt öffnete die Tür für eine israelische Sicherheitskooperation (z. B. Übungen, Militärverkäufe, Einsatzplanung) mit regionalen Verbündeten und Partnern der USA, die ebenfalls dem CENTCOM angehören – insbesondere mit gemäßigten arabischen Staaten.
Das 2020 unterzeichnete Abraham-Abkommen war eine wichtige Vorstufe zu dieser Entwicklung.
Im vergangenen Monat traf Halevi in Manama mit hochrangigen Militärs aus Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Jordanien und Ägypten zusammen.
Das Treffen war ein Zeichen für die Fortsetzung des militärischen Dialogs und der Zusammenarbeit zwischen Israel und den arabischen Ländern trotz des Konflikts im Gazastreifen und findet vor dem Hintergrund der regionalen Bemühungen statt, die destabilisierenden Aktivitäten des Irans über seine terroristischen Stellvertreter im Libanon, in Syrien, im Irak und darüber hinaus zu vereiteln.
(JNS)




