Nach fast 19 Monaten in der Gewalt der Hamas ist der 21-jährige israelisch-amerikanische Soldat Edan Alexander am Montag, dem 12. Mai 2025, freigelassen worden. Alexander war am 7. Oktober 2023 während des Terrorangriffs der Hamas auf Israel gefangen genommen worden. Er ist der erste männliche IDF-Soldat, der seit Beginn des Krieges lebend aus der Geiselhaft zurückkehrt.
Die Übergabe erfolgte im südlichen Gazastreifen in der Nähe von Khan Yunis durch die sogenannte „Shadow Unit“ der Hamas an das Internationale Komitee vom Roten Kreuz. Alexander konnte mit Unterstützung der Helfer selbstständig gehen, sein körperlicher Zustand wurde jedoch als „schwach“ beschrieben.
Die israelische Armee begleitete Alexander zurück nach Israel und erklärte: „Die Kommandeure und Soldaten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte salutieren und umarmen die zurückkehrende Geisel, während er seinen Weg zurück in den Staat Israel macht.“ Ministerpräsident Benjamin Netanjahu betonte, dass die Regierung gemeinsam mit allen Sicherheitsorganen Alexander und seine Familie bei der Wiedereingliederung unterstützen werde. Zudem bekräftigte er das Ziel, alle Geiseln – lebend oder tot – zurückzubringen.
Die Freilassung Alexanders wird als diplomatisches Signal der Hamas an die USA gewertet, insbesondere im Vorfeld der geplanten Nahostreise von US-Präsident Donald Trump. Trump selbst äußerte sich auf seiner Plattform Truth Social erfreut über die Freilassung und dankte den Vermittlern Katar und Ägypten für ihre Bemühungen.
In Israel löste die Nachricht gemischte Reaktionen aus. Während viele die Rückkehr Alexanders feiern, äußerten einige Angehörige anderer Geiseln Unmut über die Priorisierung eines US-Staatsbürgers. Aktuell befinden sich noch etwa 20 lebende Geiseln und über 30 Leichen in der Gewalt der Hamas. Die israelische Öffentlichkeit fordert weiterhin vehement die Rückkehr aller Entführten.
In Alexanders Heimatstadt Tenafly, New Jersey, versammelten sich Hunderte, um seine Freilassung zu feiern. Die Familie, die seit seiner Entführung unermüdlich für seine Rückkehr kämpfte, zeigte sich überglücklich. Seine Mutter, Yael Alexander, sagte in einem ersten Telefonat zu ihrem Sohn: „Du bist sicher. Du bist zu Hause“




