Israel steht Anfang Februar vor einer ungewöhnlich warmen Wetterlage. Nach Prognosen des Israel Meteorological Service (IMS) werden in weiten Teilen des Landes Temperaturen erwartet, die für einen Wintermonat außergewöhnlich hoch sind und zuletzt vor mehreren Jahrzehnten gemessen wurden.
Am Sonntag sollen die Höchstwerte in der Küstenebene, im Judäischen Vorland, im Negev, im Jordantal sowie in der nördlichen Arava zwischen 28 und 30 Grad Celsius liegen. In Jerusalem werden rund 25 Grad, in Tel Aviv etwa 27 Grad erwartet. Damit liegen die Werte deutlich über den langjährigen Februar-Durchschnittstemperaturen, die je nach Region meist unter 20 Grad liegen.
Nach Angaben des IMS wurden vergleichbare Temperaturen im Februar zuletzt im Jahr 1987 registriert. Ursache der aktuellen Wetterlage ist der Zustrom trockener und warmer Luftmassen aus dem Süden, der zu einem markanten Temperaturanstieg führt.
Der Wasserstand des See Genezareth liegt heute bei –213,225 Metern unter dem Meeresspiegel. Gegenüber gestern stieg der Pegel um einen Zentimeter. Damit fehlen dem See weiterhin 4,425 Meter bis zur oberen roten Linie; zugleich liegt der Wasserstand 0,225 Meter unter der unteren roten Linie.
Ab Montagabend wird ein Wetterumschwung erwartet. In Mittel- und Nordisrael soll es zu lokalen Schauern kommen, die bis in die frühen Morgenstunden des Dienstags anhalten können. Anschließend bleiben die Temperaturen zwar über dem jahreszeitlichen Durchschnitt, sollen jedoch spürbar zurückgehen.
Vor 76 Jahren: Schnee in Tel Aviv

Die aktuellen Temperaturen wirken auch im historischen Vergleich außergewöhnlich. Vor genau 76 Jahren, am 5. und 6. Februar 1950, erlebte Tel Aviv das genaue Gegenteil: Im Zuge einer seltenen Kältewelle fiel Schnee bis in die Stadt hinein. Mehrere Zentimeter Schneedecke wurden damals dokumentiert – ein Ereignis, das sich an der israelischen Mittelmeerküste seither nicht wiederholt hat.




