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Gedanken zum Schabbat

Der Regenbogen – Zeichen des Bundes Gottes und Einladung zur Rückkehr zum Guten.

Wochenlesung – נֹחַ – Noach – Noah ; 1.Mose 6,9 – 11,32 ; Jesaja 54,1 – 55,1

Hast du jemals innegehalten, wenn plötzlich ein Regenbogen den Himmel überspannte? Hast du dich gefragt, warum gerade dieser flüchtige Farbstreifen in uns etwas aufbrechen lässt, Staunen, Hoffnung, vielleicht sogar eine leise Sehnsucht? Was ist es, das uns anzieht, die Schönheit der Farben oder die stille Botschaft dahinter? Vielleicht spüren wir unbewusst, dass dieser Anblick mehr ist als ein Naturphänomen. Dass hier etwas ausgesagt wird, nicht nur über den Himmel, sondern über uns selbst.

 


Ein paar „Gedanken zum Schabbat“. In den fünf Büchern Mose wird die Geschichte des Volkes Israel geschildert, von der Erschaffung der Welt bis zur Erlösung im Gelobten Land, das Gott Abraham verheißen hat. Diese fünf Bücher sind in Wochenlesungen eingeteilt. Vor 25 Jahren hat Ludwig Schneider zu den 54 Wochenlesungen das Buch „Schlüssel zur Thora“ geschrieben. Ein messianischer Leidfaden quer durch die Thora. Die Thora hat 70 Gesichter, heißt es im Hebräischen. Einige dieser Facetten möchte ich aufzeigen, um die Sicht noch zu erweitern. Die Wochenlesungen der Thora öffnen uns die Augen und das Herz für das gesamte Wort Gottes, die Bibel. Die Thora wirft ein Licht auf den gesamten biblischen Text, und so entdecken wir jedes Mal etwas Neues, was uns zum Nachdenken anregt und die Bibel relevant und lebendig macht.  


 

Ein Regenbogen bringt mich immer zum Verweilen. Ich bleibe jedes Mal staunend vor seiner Schönheit stehen. Der Regenbogen weckt in mir Gedanken, er ruft mich zur Besinnung angesichts dieses Naturphänomens, das etwas Illusorisches an sich hat: Alle Farben vereinen sich zu einem Ganzen, und aus der Vielfalt und Verschiedenheit entsteht vollkommene Harmonie. Ich bleibe stehen, um ihn zu fotografieren, als wäre es das erste Mal. Und vielleicht ist tatsächlich jeder Regenbogen ein erster? Jeder Regenbogen bringt eine Frische der Erneuerung mit sich, einen Moment der Gnade und eine Botschaft von oben.

Doch über seine Schönheit hinaus ist der Regenbogen für mich eine göttliche Botschaft, ein Siegel, ein Zeichen des Bundes, den Gott nach der Sintflut mit den Menschen geschlossen hat: „Meinen Bogen habe ich in die Wolken gesetzt, er sei das Zeichen des Bundes zwischen mir und der Erde.“ Der Regenbogen erinnert uns daran, dass Gott die Welt nicht aufgegeben hat, nicht, weil wir gut oder vollkommen wären, sondern wegen Seiner Verheißung an Noach, an die Menschheit und an die Schöpfung.

Auch wenn die Menschheit weiter sündigt, kämpft, verletzt und zerstört. Auch heute noch bekriegen sich Menschen, morden, vergewaltigen, plündern, vernichten und säen Verwüstung. Ein kurzer Blick auf unsere Welt genügt, um zu sehen, wie viel Böses und Zerstörung der Mensch gerade jetzt hervorbringt.

Und doch steht der Regenbogen da, ein lebendiges und ewiges Zeugnis göttlicher Liebe, die nicht an Bedingungen gebunden ist. Er erinnert uns an die einfache Wahrheit: „Das Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf“, aber nicht böse in seinem Ursprung. Denn als Gott die Schöpfung vollendete und den Menschen erschuf, heißt es: „Und Gott sah alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.“ Im Innersten sind wir gut und Gott erinnert sich daran.

Wenn wir nur einen Moment innehalten, auf den Regenbogen schauen, uns an den Bund erinnern und unser Handeln prüfen und verbessern, dann können wir vielleicht zu jener ursprünglichen Güte zurückkehren. Wir können das Licht statt der Dunkelheit wählen, Frieden statt Kampf, das Gute statt das Böse. Wenn wir auf die Botschaft Gottes hören, die sich durch den Regenbogen zeigt, können wir in Harmonie leben, lernen, die ganze Farbenvielfalt und Verschiedenheit in uns und um uns anzunehmen. Der Regenbogen ist eine Erinnerung daran, dass wir noch nicht am Ziel sind, aber zugleich eine Einladung, zu glauben, dass wir es erreichen können. Wenn wir seine Botschaft verstehen, können wir eine menschliche und göttliche Harmonie schaffen, von Schönheit und Einheit. So sei es. Ein Schabbat voller Schönheit.

 

Schabbat Schalom!

 

Schabbatzeiten in Israel (Ortszeit) :

  •  Jerusalem – Beginn 17:22 Ausgang 18:33
  •  Tel Aviv – Beginn 17:37 Ausgang 18:34
  •  Haifa – Beginn 17:27 Ausgang 18:33
  •  Beersheva – Beginn 17:39 Ausgang 18:35
  •  Eilat – Beginn 17:30 Ausgang 18:36

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Patrick Callahan

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Ein Kommentar zu “Gedanken zum Schabbat”

  1. Havershalom sagt:

    Danke für Deine Kommentare.
    Shabbat Shalom

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