Die Beeinträchtigung der Kampfkraft des israelischen Verteidigungsapparats durch die Weigerung einiger Reservisten, sich zum Dienst zu melden, steht im Mittelpunkt des Streits um die Justizreform.
Es könnte jedoch eine gewisse Diskrepanz zwischen dem wahren Ausmaß der Situation und der Darstellung in den Medien bestehen.
Die Mainstream-Medien haben eine „dramatische“ Darstellung gewählt und diese am Sonntag noch verstärkt, als das israelische Nachrichtenportal N12 einen großen Sensationsbericht veröffentlichte:
Die Leiter der drei wichtigsten israelischen Sicherheitsorgane – IDF, Mossad und Shin Bet – würden Premierminister Benjamin Netanjahu umgehen und der Öffentlichkeit direkt über die Krise berichten.
Laut N12, das sich auf „Quellen“ innerhalb des Verteidigungsapparats beruft, erwägen IDF-Stabschef Herzi Halevi, Mossad-Chef David Barnea und Shin Bet-Direktor Ronen Bar diesen Schritt, nachdem Netanjahu sich geweigert hatte, sie in dieser Angelegenheit direkt dem Kabinett Bericht erstatten zu lassen. Vor einigen Wochen fragten mehrere Minister des Kabinetts nach der Beeinträchtigung der Kampfbereitschaft der IDF, und Netanjahu soll jede Diskussion zu diesem Thema abgelehnt haben, weil er befürchtete, dass Einzelheiten an die Medien durchsickern würden.
Das einzige Problem mit der schockierenden neuen Enthüllung von N12 ist, dass sie nicht wahr ist, zumindest nicht laut Halevi, Barnea und Bar, die alle sofort Dementis und Verurteilungen der Fake News veröffentlichten.
Der Mossad-Chef äußerte sich in seiner Antwort sehr ausführlich und erklärte: „Die Nachricht über die Koordination der Sicherheitsorgane bezüglich der Beschädigung der Kompetenz der Armee ist nicht wahr und spiegelt nicht die Position des Mossad-Chefs wider, die er in den richtigen Sicherheitsforen und direkt gegenüber der politischen Ebene und nicht in den Medien zum Ausdruck bringt.“
Während die Medien den Gruppen von Reservisten, darunter auch einigen Piloten der Luftwaffe, die sich aus Protest gegen die Justizreform weigern, ihren Dienst anzutreten, viel Aufmerksamkeit schenken, haben sich einige darüber beschwert, dass viel größere Gruppen von Soldaten, die sich der Verteidigung Israels unter allen Umständen verschrieben haben, praktisch ignoriert werden.
Mit anderen Worten: Ja, es ist beunruhigend, dass einige sagen, sie würden ihren Dienst verweigern, solange ihre Vorstellung von Demokratie nicht erfüllt ist, aber die Realität ist, dass die große Mehrheit der IDF-Soldaten sich weiterhin der Verteidigung des jüdischen Staates verschrieben hat.
Siehe: Die andere Seite des Reformkampfes, über die niemand berichtet





Haben die Soldaten Israels keinen Eid geschworen? Man könnte die Soldaten, die damit drohen, wegen ihrer falschen Ansicht über Demokratie ihren Dienst nicht auszuüben, mit dem Ausschluss aus der Armee drohen, aber so leicht geht das wahrscheinlich nicht.
Hallo hdfuerst: Ehm mit Drohen ist da nix. Es lohnt sich tiefer zu graben, zumal intelligente mess. Juden die Situation wenn auch nicht unbedingt zu Hauf, doch wohl wissen. Leider ist ein großer Teil mess. Juden-Elite, vor allem im Leitungs,-und Medienbereich nicht ehrlich bzw. dürfen aus wirtschaftl. Gründen der Staatsräson gegenüber der Regierung keine Fakten nennen.