Was war das für eine Woche! Raketenhagel, Bürgermeisterwahlen, Proteste aufgebrachter Bürger im Süden und der Rücktritt von Verteidigungsminister Liberman. Und doch haben wir wieder den Freitag erreicht, an dem man wieder etwas abschalten kann von dieser fast unmöglichen Realität.
Guten Morgen
Ich weiß gar nicht, wo ich heute anfangen soll. Normalerweise hätte ich ein paar Worte über die Stichwahlen zum Bürgermeister geschrieben, die heute hier in Jerusalem und vielen anderen Städten und Landkreisen stattfinden. Aber die Realität ist anders. Im Süden regnet es Raketen.
Da denkt man, dass sich die Lage in und um den Gazastreifen vielleicht endlich etwas beruhigen wird, besonders nachdem in der letzten Woche 15 Millionen Dollar aus Katar nach Absprache mit Israel in den Gazastreifen gebracht wurden, da begann dann gestern Abend plötzlich mein Handy zu vibrieren. Raketenalarm! Eigentlich hatte ich das nicht erwartet.
Die neue Woche hat begonnen. Das Wochenende ist wieder mal „wie im Fluge“ vergangen. Ein paar Worte über den Shabbat mit der ganzen Familie, eine amüsante Fernsehserie genau darüber, überflutete Wadis und eine eingebrochene Straße in der Wüste am Toten Meer.
Wir haben wieder Freitag, das Wochenende ist schon wieder da. Hier bei uns in Modiin scheint die Sonne von einem strahlend blauen Himmel. Der heutige Freitag ist kein gewöhnlicher Freitag. Wir haben den 9. November. Ein besonderes Datum.
Während es gestern Nachmittag in Jerusalem donnerte und regnete, schien im nur 30 Kilometer entfernten Modiin die Sonne von einem blauen Himmel. Ein paar Worte über relativ wenig Neues hier aus Israel, was gar nicht so schlecht ist, und ein interessantes Haus in Tel Aviv.
Wenn man den Tag mit dem Reden über das Wetter beginnt, scheint das ein Zeichen der Normalität zu sein. Ein paar Worte und Gedanken über unsere Sehnsucht nach einem ganz normalen Leben mit den Problemen des Alltags und einem Streik für ein gerechtes Thema, der im letzten Moment noch abgewendet werden konnte.
Ich hatte gestern absolut recht, dass ich mir die Regenjacke mitgenommen hatte. Ein paar Worte über den „Wintereinbruch“ in Israel mit viel Regen und Gewitter, die Gefahr von Verkehrsunfällen, einem weiteren schweren Unfall und einer Gedenkzeremonie für die Verkehrsopfer.
Draußen regnet es. Endlich scheinen wir einen Vorgeschmack auf den Winter zu bekommen. In der Nacht hatte es bei uns kräftig gedonnert und stark geregnet. Den heutigen Tag beginne ich mit ein paar persönlichen Worten zum Tod von Ludwig Schneider, den ich leider nicht mehr persönlich kennenlernen konnte.
Und plötzlich ist der Sommer wieder da. Hochsommer sogar, mit Temperaturen von um die 30 Grad, jedenfalls bei uns in Modiin. In Jerusalem ist es schon eine ganz andere Geschichte. Dort bläst ein östlicher Wind und man wartet auf den 13. November, um dann endlich zu wissen, wer neuer Bürgermeister der Stadt werden wird.



