(JNS) Der Berliner Senat hat beschlossen, eine prominente Straße nahe dem deutschen Reichstag offiziell in Yad-Vashem-Straße umzubenennen – nach Israels Holocaust-Museum –, als Symbol für die Bedeutung des Holocaust-Gedenkens und als starkes Zeichen gegen Antisemitismus.
Die künftige Yad-Vashem-Straße in Berlin wird an die Wilhelmstraße grenzen, die während der NS-Zeit das Machtzentrum war und sowohl Hitlers Reichskanzlei als auch das Reichssicherheitshauptamt beherbergte.
Significant news coming from Berlin today: a prominent street near the Reichstag will be officially renamed Yad Vashem Street, symbolizing the importance of Holocaust remembrance and sending a strong message against antisemitism.
Read the press release (in German) from the…
— Yad Vashem (@yadvashem) June 2, 2026
Die offizielle Umbenennungszeremonie ist für den 20. Januar 2027 geplant, den 85. Jahrestag der Wannseekonferenz. Am 20. Januar 1942 trafen sich hochrangige NS-Funktionäre in einer Villa am Berliner Wannsee, um den Massenmord an Millionen von Juden in ganz Europa zu koordinieren.
„Die Symbolik des Datums ist enorm. Es hätte kaum ein besseres für den Tag der Umbenennung geben können“, sagte Kai Diekmann, Vorsitzender der Freunde von Yad Vashem. „Damit sendet Berlin eine kraftvolle Botschaft gegen Antisemitismus und für die Bewahrung der Erinnerung an die im Namen Deutschlands begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit.“
Die Ankündigung erfolgt weniger als eine Woche, nachdem Yad Vashem bekanntgegeben hatte, München als Standort für sein erstes Holocaust-Bildungszentrum außerhalb Israels ausgewählt zu haben – im Rahmen seiner Bemühungen, die Holocaust-Bildung auszuweiten und dem wachsenden Antisemitismus sowie der historischen Verfälschung in Europa entgegenzuwirken.




