Angehörige der von der Hamas verschleppten Geiseln fordern von der israelischen Regierung Aufklärung, nachdem US-Präsident Donald Trump überraschend erklärt hatte, dass nur noch 21 Geiseln am Leben seien – drei weniger als die bislang offiziell kommunizierte Zahl von 24.
Trump äußerte diese Feststellung am Dienstag bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus, kurz bevor Steve Witkoff als neuer US-Gesandter für den Nahen Osten vereidigt wurde. „Sie sagten, dass noch 24 am Leben seien, aber ich korrigiere: Es sind 21. Drei sind gestorben. Das ist eine schreckliche Situation“, sagte Trump gegenüber Journalisten.
Die Erklärung sorgte für große Verunsicherung unter den betroffenen Familien. Das Forum der Geiseln und vermissten Familien forderte in einer Stellungnahme die israelische Regierung auf, sofort alle relevanten Informationen offenzulegen. „Wenn es neue Erkenntnisse gibt, die uns nicht mitgeteilt wurden, dann müssen diese umgehend veröffentlicht werden“, hieß es.
Kurz darauf reagierte Gal Hirsch, der israelische Koordinator für Geiseln und Vermisste. Er bestätigte, dass nach israelischen Erkenntnissen 59 Geiseln weiterhin im Gazastreifen festgehalten werden, davon 24 offiziell als lebend gelten. Zu Trumps Aussagen äußerte er sich jedoch nicht.
Am Donnerstag bestätigte ein hochrangiger israelischer Beamter, dass es nun ernste Bedenken hinsichtlich des Schicksals von drei der 24 als lebend eingestuften Geiseln gibt. Diese Einschätzung basiert auf dem Fehlen jeglicher Lebenszeichen seit den frühen Tagen des Krieges. Die betroffenen Geiseln sind der israelische Soldat Tamir Nimrodi sowie zwei ausländische Staatsangehörige: Netphong Phinta (35) aus Thailand und Bipin Joshi (24) aus Nepal.
Wie das Nachrichtenportal Ynet ergänzend berichtet, wird der Status dieser drei Geiseln derzeit intern neu bewertet. Eine formelle Einstufung als tot sei bislang aber nicht erfolgt.
Alon Nimrodi, der Vater des entführten Soldaten, erklärte gegenüber Ynet, dass die Familie bisher keine offiziellen Informationen über den Tod ihres Sohnes erhalten habe: „Wir gehen weiterhin davon aus, dass Tamir lebt, aber natürlich macht uns das monatelange Schweigen große Sorgen.“

Die Differenz zwischen Trumps Angaben und den offiziellen israelischen Zahlen erhöht den Druck auf die Regierung, endlich für Klarheit zu sorgen. Die betroffenen Familien erwarten vollständige Transparenz – und fordern erneut, dass die Rückholung der Geiseln oberste Priorität haben müsse.
„Die Freilassung aller Geiseln muss vor jedem weiteren militärischen Schritt stehen“, heißt es in der Erklärung des Forums. „Das ist die dringendste nationale Aufgabe Israels.“





Wie war das?
„Sie müsse sofort alle Geiseln freilassen und auch alle Leichen der ermordeten Israelis übergeben, „oder es ist vorbei für euch.“
Geschwätz! Nichts weiter!