Josef steigt in Ägypten nicht durch Wunder, sondern durch politische Prozesse auf. König Kyros öffnet den Juden die Tür zur Rückkehr nach Zion, während gleichzeitig Intrigen und Machtkämpfe den Wiederaufbau Jerusalems begleiten. Was Menschen sehen, ist oft nur ein Teil der Geschichte. Auch im Nahen Osten unserer Tage lohnt es sich, zwischen öffentlicher Rhetorik und strategischer Realität zu unterscheiden. Während viele Beobachter in den vergangenen Wochen den Eindruck gewannen, Washington und Jerusalem würden sich zunehmend voneinander entfernen, zeichnet sich hinter verschlossenen Türen offenbar ein anderes Bild ab. Nach Einschätzung des Nahost-Experten Dr. Dan Diker bleibt die sicherheitspolitische Zusammenarbeit zwischen den Vereinigten Staaten und Israel eng und intensiv. Die Spannungen, die öffentlich sichtbar werden, könnten daher weniger Ausdruck eines Bruchs sein als vielmehr Teil eines politischen Spiels, das beiden Regierungen Handlungsspielraum verschafft.
Während in den vergangenen Wochen der Eindruck entstand, Washington und Jerusalem würden sich zunehmend auseinanderleben, zeichnet sich hinter den Kulissen offenbar ein deutlich anderes Bild ab. Nach Einschätzung des Nahost-Experten...
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Israel National News – Arutz Sheva – 21.06.2026
Melanie Phillips at the JNS International Policy Summit
Hier ein Bericht, für eine sachliche Einschätzung der Lage.
Gerne würde ich die Hoffnung von Aviel teilen, dass die Beziehungen zwischen den USA und Israel in der Realität besser sind, als man aus verfügbaren vordergründigen Informationen schliessen müsste. Dem stehen zwei Dinge entgegen: Einerseits zeigt sich Trump stärker denn je als unkalkulierbar sprunghafter Präsident, der zudem aus politischen, wirtschaftlichen und versorgungstechnischen (Treibstoffe) Gründen mit dem Rücken zur Wand steht. Während der Iran alle Zeit der Welt hat, um sich eine Vereinbarung zurecht zu legen, steht Trump wegen den Midterms kräftig unter Druck. Andererseits existiert nun – unabhängig davon, wie der „Deal“ zwischen den USA und dem Iran ausgeht – mit dem MoU ein Dokument, das sich von US-Seite krampfhaft um den Status ante bemüht (z.B. offene Strasse von Hormus) und dafür den Iran mit sehr viel Geld zu überschütten verspricht. Dieses Dokument, welches das terroristische Regime praktisch rehabilitiert und auf das weltpolitische Parket zurückbringt, trägt die Unterschrift des US-Präsidenten. Dieses Dokument wird genau deshalb immer der Massstab sein, an dem sich der Umgang mit dem Iran wird messen lassen müssen.
An j-glaesser: Danke für den Link. Dieses Video von Melanie Phillips fasst in nur 14 Min. die ganze globale Fehlentwicklung und das westliche Unverständnisse rund um die Vorgänge im Nahen Osten meisterhaft zusammen. Genau diese Fakten, die Frau Phillips darlegt, bilden das Fundament, auf dem sich eine adäquate Nahost-Politik aufbauen liesse. Aber ich befürchte, dass man Israel nicht nur alleine handeln lässt, sondern dieses kleine Land in seiner uns zugute kommenden Arbeit noch zusätzlich behindern.