Kritiker des US-Präsidenten Donald Trump sagen, er habe Wahnvorstellungen, weil er Kanada annektieren oder Grönland kaufen wolle. Doch dieselben Leute, von denen die meisten ein großes Interesse an der palästinensischen Sache haben, lassen palästinensische Führer gewähren, wenn sie Dinge sagen, die völlig absurd sind. Letzte Woche erklärte Palästinenserführer Mahmud Abbas mit Nachdruck, dass der biblische Tempel nie in Jerusalem stand, sondern im Jemen.
Ist Abbas ein Dummkopf, ein Narr oder ein Lügner? Es gibt wirklich keine andere Option. Und das nicht nur in dieser Frage.
Zahlreiche archäologische Funde belegen, dass sich der Tempel auf dem Berg Moriah im Herzen Jerusalems befand, ebenso wie die Schriften der alten Griechen, Römer und anderer regionaler Historiker. Auf dem Titusbogen in Rom befindet sich sogar eine große Schnitzerei, die zeigt, wie die Römer den Jerusalemer Tempel plünderten.
Und dann gibt es natürlich noch die Bibel, sowohl der Tanach („Altes Testament“) als auch das Neue Testament, die beide nicht im Geringsten zweideutig sind, was den jüdischen Tempel in Jerusalem angeht.
Will Abbas damit sagen, dass unser heiliges Buch uns anlügt, wenn das Johannesevangelium uns sagt, dass Jesus zur Zeit des jüdischen Passahfestes nach Jerusalem hinaufging und den Tempelhof betrat (2:13-14)? Zumindest hoffe ich, dass dies den Christen, die die Palästinensische Autonomiebehörde unterstützen, zu denken gibt.
Was auch immer der Grund für seine Äußerung war, Abbas‘ Behauptung ist eindeutig falsch.
Warum also lassen ihn alle damit davonkommen oder ignorieren sie sogar ganz?
Ich vermute, ein Grund dafür ist, dass zu viele im Westen sich immer noch weigern anzuerkennen, dass dieser Konflikt eher geistiger als physischer Natur ist. Er manifestiert sich in einem Konflikt um Land und Grenzen, aber wenn man nur ein bisschen kratzt, weicht diese dünne Fassade der Tatsache, dass der Islam nicht dulden kann, dass Land, das er einst kontrollierte, von „Ungläubigen“ regiert wird. Der wahre Konflikt geht darum, wer in Jerusalem regiert – der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs und seine Anhänger oder Allah und seine Muslime.
Die einzigen, denen das nicht klar ist, sind naive „progressive“ Westler. Die Muslime geben es unumwunden zu. Deshalb ist Abbas auch so erpicht darauf, den jüdischen Tempel in den Jemen zu verlegen, obwohl er damit gegen einen seiner anderen Lehrsätze verstößt, nämlich dass die Juden „westliche Kolonisatoren“ sind, die im gesamten Nahen Osten keine Geschichte haben.
Die Wahrheit über die Geschichte dieses Landes und insbesondere Jerusalems ist der wahre Stein des Anstoßes (d.h. die Quelle des Konflikts). Genau wie Gott es uns gesagt hat. Wer sich weigert, den palästinensischen Revisionismus und den religiösen Charakter dieses Konflikts ernst zu nehmen, wird als Friedensvermittler niemals Erfolg haben, weil er die Wahrheit der Angelegenheit bewusst nicht erkennt, anerkennt und versteht.
„Du ziehst das Böse dem Guten vor, redest lieber Lüge als Gerechtigkeit!“ (Psalm 52:5)





Adonais Worte sind mal wieder der Volltreffer:
„Du ziehst das Böse dem Guten vor, redest lieber Lüge als Gerechtigkeit!“ (Psalm 52:5)