Biblische Archäologie: Minimalistik gegen Maximalistik Uri Lenz/Flash90
Israel

Biblische Archäologie: Minimalistik gegen Maximalistik

Am 30. April eröffnete das Schechter-Institut für Jüdische Studien in Jerusalem eine Vortragsreihe.

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Der Archäologe Yosef Garfinkel sprach zum Thema „Die Bibel wieder besuchen“. Vor nicht langer Zeit entdeckte Garfinkel in Tel Lachish eine befestigte Mauer aus dem 10. Jh. v. Chr.

 

Antike Olivenkerne ermöglichten, die Mauer ziemlich genau auf 920 v. Chr. zu datieren. Zu der Zeit war Rehabeam König über Juda. Garfinkel hält den Fund für eine Bestätigung von 2. Chronik 11. Dort heißt es, Rehabeam habe die judäischen Städte Adorajim, Lachisch, Aseka zu starken Festungen ausgebaut.

 

Garfinkel ist Vorsitzender des Archäologie-Institutes der Hebräischen Universität Jerusalem. Durch seine Ausgrabungen in Khirbet Qeiyafa in den Jahren 2007 bis 2012 hat er sich international einen Namen gemacht. Er war es, der die Ortschaft als jüdisch identifizierte. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich um das in 1. Samuel 17,52 erwähnte Schaarajim. Eine Inschrift spricht von Ishbaal, dem Sohn des Beda. Alles deutet auf ein etabliertes Königreich Juda hin, das Gegenteil der Vorstellung von in Zelten lebenden Nomaden.

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