Die Palästinenser sind mit Abstand die populärsten Flüchtlinge, und das liegt nicht nur an ihrem Leid, sondern vor allem an Israel. Ob Israel oder die unverschämten Zionisten, die Juden verkörpern vermutlich am besten alles Böse auf dieser Erde. In Darfur tobt schon lange ein schrecklicher Krieg, aber das Interesse an den sudanesischen Kriegsflüchtlingen ist auf einem Tiefpunkt angelangt. Wie schrieb die Tagesschau sieben Wochen nach dem barbarischen Überfall im Süden Israels: „Der größte vergessene Krieg unserer Zeit. Humanitäre Krise im Sudan“. Zwei islamistische Gruppen bekämpfen sich gegenseitig, die „Rapid Support Forces“ (RSF) und die Regierungsarmee „Sudanese Forces“ (SAF). Dieser Krieg ist in Vergessenheit geraten und interessiert nur wenige, weil der passende Feind fehlt: Israel. Dieses Privileg haben nur die Palästinenser und das nutzen sie bis zum letzten Tropfen aus.
Laut einem aktuellen UNICEF-Bericht vom Sommer 2023 leiden seit 2019 weitere 122 Millionen Menschen weltweit an Hunger. Zu den Gründen zählen die Corona-Pandemie, wiederholte wetterbedingte Katastrophen und Konflikte, darunter der Krieg in der Ukraine. „Im Jahr 2022 waren es durchschnittlich 735 Millionen Menschen. Afrika ist nach wie vor die am stärksten betroffene Region: Jeder fünfte Mensch auf dem Kontinent ist von Hunger betroffen, mehr als doppelt so viele wie im weltweiten Durchschnitt.“ 278 Millionen Menschen in Afrika leiden unter chronischem Hunger. Das sind 20 Prozent der Bevölkerung des Kontinents.

Verglichen mit dem Leid der Menschen in Afrika geht es den Palästinensern im Gazastreifen zigmal besser als den Flüchtlingen in Afrika. Selbst jetzt, während des Krieges im Gazastreifen, haben die 1,5 Millionen palästinensischen Flüchtlinge im Süden des Gazastreifens mehr zu essen als die sudanesischen und anderen afrikanischen Flüchtlinge. Die palästinensische Propaganda stiehlt nicht nur die ganze Aufmerksamkeit in den Weltmedien, als ob sie das ganze Leid dieser Erde auf sich nähmen, sondern auch die internationalen Hilfsgüter, die über Gaza abgeworfen werden und zum Teil ins Meer fallen. Natürlich leiden auch die Palästinenser, aber im Vergleich zu anderen Völkern wird dies übertrieben.
Siehe auch: Tacheles mit Aviel – Hungersnot: Ja oder Nein?
Kein anderes Volk hat je ein privates Hilfswerk der UNO erhalten, ein Privileg, das die Palästinenser missbraucht haben. Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) wurde wenige Monate nach der Staatsgründung Israels 1949 mit Sitz in Gaza und Amman gegründet. Das, wovor Israel schon seit Jahren gewarnt hatte, hat sich voll und ganz bewahrheitet. Die UNRWA kooperierte mit den Terroristen der Hamas, woraufhin zahlreiche Geldgeber, darunter die USA, Großbritannien, Japan, Deutschland und Österreich, ihre finanzielle Unterstützung für das umstrittene Programm einstellten.
Kein anderes Volk macht mit seinem Leid so viele Schlagzeilen wie die Palästinenser. Anstatt die internationale Hilfe wirklich zu nutzen, wird sie missbraucht, um den Feind zu bekämpfen. Alle schauen immer nur auf die Palästinenser, denn sie sind im Mittelpunkt des israelisch-palästinensischen Konflikts. Das ist alles. Das ist ihr Vorteil und das ist der Nachteil der armen und leidenden Völker in Afrika. Und deshalb vergisst die Weltöffentlichkeit das Leid und die Hilfe dort, wo sie wirklich gebraucht wird.
The #UN coordinator for the issue of refugees in Darfur, #Sudan: „561 children died of malnutrition in the refugee camps in Darfur in the last 11 months.
17 more children die on average every day.“Where is Kamala Harris? pic.twitter.com/Gg135uz5et
— AbuAliEnglish (@AbuAliEnglishB1) March 26, 2024
„Der größte vergessene Krieg unserer Zeit! Ein halbes Jahr dauern die Kämpfe zwischen der sudanesischen Armee und Milizen bereits an. Sechs Millionen Menschen mussten fliehen und stehen vor dem Nichts. Nun droht auch noch eine Hungerkrise“, schrieb die Tagesschau am 24. November letzten Jahres.
Knapp zwei Wochen später hieß es in der Schweizer NZZ am 6. Dezember: „Vor gut sieben Monaten brach im Sudan Krieg aus. Eilig evakuierten westliche Staaten ihre Bürger. Inzwischen sind fast 11 000 Sudanesinnen und Sudanesen getötet worden, mehr als sechs Millionen Menschen sind auf der Flucht.“
Der Economist am 16. November: „Die Welt ignoriert Krieg, Völkermord und Hungersnot im Sudan. Amerika ist abgelenkt, die UNO ist nicht interessiert.“
„Massaker, Vertreibungen und kein Ende der Gewalt. Die Gewalt im Sudan nimmt immer drastischere Formen an. Zudem fehlt es an Formaten für Verhandlungen. Das lässt ein nahes Ende des Konflikts unwahrscheinlich werden“, so die DW am 6. Dezember über das Leid der sudanischen Flüchtlinge.
Die Frankfurter Rundschau zwei Tage vor Weihnachten: „Der rapide Untergang des Sudan: Jetzt wird alles nur noch schlimmer im Sudan – Bis zu einer halben Million Menschen auf der Flucht.“
Knapp drei Wochen, nachdem der UN-Sicherheitsrat einen sofortigen Waffenstillstand im Gazastreifen beschlossen und die USA kein Veto gegen diese Resolution zugunsten Israels eingelegt hatten, rief derselbe Sicherheitsrat zu einer weiteren Waffenruhe auf.
„Der Weltsicherheitsrat hat eine britische Resolution angenommen, in der aus Anlass des Beginns des muslimischen Fastenmonats ein sofortiger Waffenstillstand im Sudan gefordert wird. Der UN-Sicherheitsrat hat die Kriegsparteien im Sudan aufgefordert, die Feindseligkeiten während des muslimischen Fastenmonats Ramadan einzustellen und Hilfe für 25 Millionen Menschen zu ermöglichen, die dringend Nahrungsmittel und andere Hilfe benötigen“, berichtete Euronews am 9. März.
Jahrzehntelang haben die Palästinenser anderen leidenden Völkern die Aufmerksamkeit gestohlen und damit Milliarden von Dollar verschwendet, weil die UNRWA letztlich nichts verändert und verbessert hat, sondern im Gegenteil den Terror gegen Israel gefördert hat. Einem Volk, das sich nicht selbst helfen und retten will, kann nichts helfen – weder die UNRWA noch der Feind Israel.
Alles drehte sich nur um das Leid der Palästinenser. Hat jemand von euch schon einmal eine pro-afrikanische Demonstration in einer europäischen Großstadt gesehen, so wie die nervenden pro-palästinensischen Demonstrationen in Europa? Kein Wunder, dass die internationale Gemeinschaft das Leid auf dem schwarzen Kontinent vergisst. Für die Nationen ist der israelisch-palästinensische Konflikt auch ein Mittel, um Israel bei vielen Gelegenheiten politisch anzugreifen. Egal, was Israel in dem Konflikt tut, es gibt immer einen guten Vorwand, Israel zu kritisieren, weil es den Palästinensern wieder einmal schlecht geht. Den Völkern Afrikas fehlt einfach das richtige Feindbild – Israel und die Juden.




