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Pessach: Zehntausende bei Priestersegnung an der Klagemauer

Ehemalige Hamas-Geisel Elia Cohen segnet die Menge – Gebete für die Geiseln, die IDF-Soldaten und Verletzten.

Klagemauer
Priestersegen an der Klagemauer. Foto: Stiftung zur Bewahrung des Erbes der Klagemauer

Mehr als 50.000 Menschen versammelten sich am Dienstagmorgen zur ersten großen Birkat HaKohanim (Priestersegnung) des diesjährigen Pessachfests an der Klagemauer in Jerusalem. Unter den Teilnehmern waren auch Angehörige der von der Hamas verschleppten Geiseln sowie Elia Cohen, der selbst aus der Gefangenschaft der Terrororganisation befreit wurde. Die ehemalige Geisel sprach den priesterlichen Segen über die versammelte Menge.

Die diesjährige Zeremonie fand unter außergewöhnlichen Vorzeichen statt. Neben Elia Cohen nahmen auch weitere kürzlich freigelassene Geiseln sowie verwundete Soldaten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) an der Veranstaltung teil. Ebenso waren Familien der weiterhin in Gaza festgehaltenen Geiseln anwesend und beteten gemeinsam mit der Menge für ihre sichere Rückkehr.

Elia Cohen beim Priestersegen an der Klagemauer. Foto: Stiftung zur Bewahrung des Erbes der Klagemauer.

Die traditionelle Segenszeremonie findet seit 54 Jahren zweimal jährlich an Pessach und Sukkot statt. Sie wurde von Rabbiner Menachem Mendel Gefner sel. A. ins Leben gerufen und wird heute von der Stiftung zur Bewahrung des Erbes der Klagemauer organisiert. Hunderte von Kohanim (Priestern) erteilen dabei der Menschenmenge einen besonderen Segen, begleitet von den Festgebeten Schacharit und Musaf.

Seit Beginn der Feiertage haben bereits rund 200.000 Menschen die Klagemauer besucht. Auch beim heutigen Ereignis standen Gebete im Mittelpunkt: für die Rückkehr der Geiseln, für die Genesung der Verletzten, für den Erfolg der IDF-Soldaten im Einsatz – und für Frieden und Sicherheit in Israel.

Foto: Stiftung zur Bewahrung des Erbes der Klagemauer.

An der Zeremonie nahmen hochrangige Persönlichkeiten teil, darunter die beiden Oberrabiner Israels, Rabbiner David Yosef (sefardisch) und Rabbiner Kalman Bar (aschkenasisch), der Rabbiner der Klagemauer und der heiligen Stätten, Rabbiner Shmuel Rabinowitz, der Polizeirabbiner Oberst Rami Rachamim Barchiyahu, Polizeichef Kobi Shabtai, Jerusalems Bürgermeister Mosche Lion, der panamaische Botschafter in Israel Ezra Cohen, zahlreiche Rabbiner, Minister und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Auch die Familien der weiterhin verschleppten Geiseln Segev Kalfon und Uriel Baruch waren anwesend.

Foto: Stiftung zur Bewahrung des Erbes der Klagemauer.

Rabbiner Rabinowitz leitete zunächst das Gebet und übergab anschließend an die beiden Oberrabbiner, bei denen Tausende Gläubige zur traditionellen Hag-Freude vorüberzogen, um den Feiertagssegen zu empfangen – eine Zeremonie, die als Hakhel Pnei Rabo Bregel bekannt ist.

Die Veranstaltung wurde von der israelischen Polizei umfassend abgesichert: Rund 3.000 Beamte waren im Einsatz, Zufahrtsstraßen zur Altstadt wurden frühzeitig gesperrt, um einen sicheren Ablauf zu gewährleisten.

Aufgrund des großen öffentlichen Interesses findet die Priestersegnung in diesem Jahr erstmals an zwei Tagen statt: Die zweite Zeremonie ist für Donnerstag, den 17. April, angesetzt. Um auch denjenigen die Teilnahme zu ermöglichen, die nicht persönlich vor Ort sein können, wird die Veranstaltung live auf der Website der Stiftung zur Bewahrung des Erbes der Klagemauer übertragen.

Elia Cohen, mit den Bildern von Segev Kalfon und Alon Ohel, die sich noch immer in der Gewalt der Hamas befinden. Foto: Stiftung zur Bewahrung des Erbes der Klagemauer.

In einer Mitteilung erklärte die Stiftung:

„Die Zeremonie war den Gebeten für die Rückkehr der Geiseln, das Wohlergehen der IDF-Soldaten, die Heilung der Verwundeten sowie Frieden und Sicherheit in Israel gewidmet. Wir haben uns auf den Besuch der Zehntausenden vorbereitet, die während der Pessachtage kommen, um an das historische Pilgerfest zu erinnern. Die Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen, auch am zweiten Priestersegen am Donnerstag teilzunehmen.“

 

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Patrick Callahan

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