(JNS) Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu lobte am Sonntagabend die militärischen Erfolge der Operation „Volk wie ein Löwe“ – benannt nach 4. Mose 23,24 – gegen den Iran und erklärte, dass sich die gesamte Region zum Besseren verändere.
„Zwei Tage nach Beginn des Krieges sagte ich: Wir werden das Gesicht des Nahen Ostens verändern. Genau das tun wir jetzt. Auch wenn uns noch schwere Tage bevorstehen – mit Gottes Hilfe werden wir Tage der Größe, der Einheit, der Stärke – und des Friedens – erleben“, so Netanjahu.
Der Ministerpräsident unterstrich Israels zwei Hauptziele: die Beseitigung der iranischen Bedrohung, um die Zukunft der Kinder und künftiger Generationen zu sichern, sowie die Zerschlagung der Hamas – bei gleichzeitiger Rückkehr aller Geiseln, ob lebend oder tot.
Zwar bestätigte Netanjahu, dass Israel der Erreichung dieser Ziele näherkomme, verzichtete aber auf konkrete Angaben zu künftigen Plänen. Er stellte jedoch klar, dass ein „nicht-nuklearer Iran“ die vollständige Demontage aller kerntechnischen Infrastruktur zur Waffenproduktion beinhalte – darunter Anreicherungsanlagen, Waffensysteme und Trägermittel wie ballistische Raketen.
Netanjahu dankte US-Präsident Donald Trump und sprach von einer beispiellosen Intensität der Zusammenarbeit. Er lobte zudem das US-Militär für den schweren Schlag gegen die iranische Atomanlage Fordo und erklärte, Israel werde alle notwendigen Schritte unternehmen, um die Bedrohung zu neutralisieren.
Der Ministerpräsident erklärte, rund die Hälfte der iranischen Raketenabschussvorrichtungen sei bereits zerstört worden – und die Operation schreite stetig voran. Über 1.000 Drohnen und Raketen seien auf Israel abgefeuert worden, doch kaum eine habe ernsthaften Schaden angerichtet. Israel werde sich nicht in einen Abnutzungskrieg hineinziehen lassen, sondern beharrlich alle Ziele verfolgen.
Mit Blick auf Gaza berichtete Netanjahu, dass die israelische Armee kürzlich die Leichname von acht Geiseln zurückgebracht habe; rund 20 Geiseln seien nach wie vor am Leben – möglicherweise mehr. Der Iran habe eine „Achse des Bösen“ geschaffen – mit deren Zusammenbruch werde auch die Hamas fallen.
Der Ministerpräsident wies darauf hin, dass der Iran den Libanon und Syrien unterstütze – beide befänden sich inzwischen im Niedergang. Mit dem Zusammenbruch dieser Achse trete Israel in eine entscheidende Phase ein. Ein Erfolg im Iran sei entscheidend, um auch die Ziele in Gaza zu erreichen.
Netanjahu verknüpfte den Einsatz gegen den Iran zudem mit der Chance auf eine stärkere regionale Zusammenarbeit durch eine Erweiterung der Abraham-Abkommen. „Frieden entsteht durch Stärke“, betonte er.
Abschließend verriet Netanjahu, dass er am jüdischen Gebetsort, der Klagemauer, einen Zettel hinterlegt habe, mit den Worten:
„Mit der Kraft eines Löwen lebt das Volk Israel.“
„Unsere Kämpfer und Bürger haben unglaublichen Heldenmut gezeigt, unsere Verbündeten uns stark unterstützt – aber auch göttliche Hilfe war dabei“, sagte Netanjahu. „Dafür danke ich im Namen all jener jüdischen Generationen, die darauf gewartet haben, dass ein souveräner Staat unsere Zukunft schützt.“




