Zu Beginn der Kabinettssitzung kündigte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu an, die Bodenoperationen in und um Gaza-Stadt weiter zu intensivieren. Die IDF eliminiere gezielt Nukhba-Terroristen, die am Massaker vom 7. Oktober beteiligt waren. Unter ihnen befand sich auch ein Attentäter, der nach seinen Taten die eigenen Eltern anrief und sich brüstete, zehn Israelis getötet zu haben. Netanjahu erklärte, die Nachricht von seiner Eliminierung sei ein klares Signal: Israel werde alle Verantwortlichen erreichen. Gleichzeitig dankte er Schin Bet und IDF für ihre Arbeit.
Er berichtete, dass Israel Terrorinfrastruktur zerstöre, von Hamas genutzte Hochhäuser zerstöre und zusätzliche humanitäre Korridore eingerichtet habe.Rund 100.000 Menschen hätten Gaza bereits verlassen, während Hamas alles daransetze, die Zivilbevölkerung zurückzuhalten und sie als menschliche Schutzschilde zu missbrauchen. Dabei schrecke die Terrororganisation nicht einmal davor zurück, Frauen und Kindern in die Beine zu schießen, um ihre Flucht zu verhindern.
Am Freitag hatte Hamas zudem ein grausames Video über die Geiseln Alon Ahel und Guy Gilboa Dalal veröffentlicht. Netanjahu sagte, er habe lange mit den Familien gesprochen und sie im Namen des ganzen Volkes gestärkt. Die überwältigende Mehrheit der Israelis, so betonte er, stehe geschlossen gegen diesen psychologischen Terror.
Mit Blick auf die strategische Dimension unterstrich der Ministerpräsident, dass die Kämpfe in Gaza Teil des umfassenden Bemühens seien, den Würgegriff der iranischen Achse zu zerschlagen. Diese sei auf die Vernichtung Israels ausgerichtet. Durch Schläge gegen Hamas, Hisbollah, die Huthi und das Assad-Regime habe Israel bereits entscheidende Erfolge erzielt. Den Höhepunkt nannte Netanjahu die Attacken gegen den Iran, durch die eine unmittelbare Bedrohung durch Atomwaffen und ballistische Raketen von Israel abgewendet worden sei.
Er räumte ein, dass Israel auf diplomatischer und propagandistischer Ebene derzeit unter Druck stehe. Der beste Weg, diesen zu überwinden, sei es, den Krieg so rasch wie möglich mit einem klaren Sieg zu beenden – also die Hamas zu zerschlagen, alle Geiseln zurückzubringen und sicherzustellen, dass Gaza keine Bedrohung mehr für Israel darstelle.
Mit Blick auf die internationale Kritik formulierte Netanjahu noch einmal unmissverständlich: „Wenn ich zwischen einem Sieg über unsere Feinde und schlechter Propaganda gegen uns wählen muss – wähle ich den Sieg.“ Er wolle keine positiven Schlagzeilen in den Weltmedien über eine israelische Niederlage, sondern den tatsächlichen Sieg Israels.




