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Merkel besucht Schauplätze des 7. Oktober während Israel-Reise

Die ehemalige deutsche Bundeskanzlerin erhält die Ehrendoktorwürde vom Weizmann-Institut in Anerkennung ihrer standhaften Unterstützung für Israel.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu im King David Hotel in Jerusalem am 4. Oktober 2018. Foto: Hadas Parush/Flash90.

(Israel Hayom) Die ehemalige deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hielt sich in dieser Woche zu einem Besuch in Israel auf, der Schauplätze des Massakers vom 7. Oktober 2023, akademische Ehrungen und Rundgänge in wissenschaftlichen Einrichtungen einschloss.

Merkel, die während ihrer langen Amtszeit über vier Legislaturperioden von 2005 bis 2021 eine der wichtigsten Verbündeten Israels in Europa war, besuchte am Mittwoch das Gelände des Nova-Musikfestivals zusammen mit Gail Shoresh vom Dvora-Forum, das die Gleichberechtigung von Frauen fördert.

Sie erhielt Erläuterungen über die sexuellen Gräueltaten, die Hamas vor rund zwei Jahren während des massiven Angriffs auf die Gemeinden entlang der Gaza-Grenze verübt hatte. Der deutsche Botschafter in Israel, Steffen Seibert, teilte ihren Besuch in den sozialen Medien.

„7. Oktober wieder aufgerollt: Angela Merkel traf sich am Nova-Gelände mit Gail Shoresh, die über sexuelle Gewalt an jenem schrecklichen Tag berichtete“, schrieb Seibert.

Der Bewohner von Nahal Oz, Amir Tibon, schilderte Merkel seine einzigartige Leidensgeschichte und erzählte erneut, wie es ihm gelang zu überleben, nachdem Terroristen in seinen Kibbuz eingedrungen waren und begonnen hatten, Bewohner zu ermorden und zu entführen.

Während ihres Besuchs verlieh das Weizmann Institute of Science in Rechovot Merkel einen Ehrendoktortitel. Sie hielt eine Rede, in der sie israelische und deutsche Wissenschaftler lobte, die als erste neue Brücken zwischen den beiden Völkern nach der Schoah gebaut hätten, wie der deutsche Botschafter schrieb.

 

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Dr. Merkel ist eine standhafte Unterstützerin Israels und eine starke Fürsprecherin für Holocaust-Bildung und Erinnerung. Unter ihrer Führung vertiefte Deutschland seine bilateralen Beziehungen zu Israel deutlich und weitete militärische Hilfe sowie Partnerschaften in Verteidigung, Technologie und wissenschaftlicher Forschung aus“, erklärte das Weizmann-Institut. „2008 wurde sie die erste deutsche Bundeskanzlerin, die vor der Knesset sprach und ihre Verpflichtung zur Sicherheit Israels und zum Kampf gegen Antisemitismus bekräftigte.“

Angesichts weltweiter anti-wissenschaftlicher Tendenzen sprach sich die ehemalige Kanzlerin während der Zeremonie für wissenschaftsbasierte Politik aus, wie Seibert anmerkte.

Auch das Technion – Israel Institute of Technology in Haifa erhielt einen Besuch Merkels. Der deutsche Botschafter beschrieb dort florierende Spitzenforschung, die durch Vielfalt und internationale Zusammenarbeit möglich werde.

Die ehemalige Kanzlerin zeigte sich sichtlich in ihrem Element und erkundete laut Seiberts Beiträgen in den sozialen Medien die „attosekundenschnelle Rastertunnelmikroskopie“ während des Rundgangs.

Der Begriff, der „attosekunden-schnelle Rastertunnelmikroskopie“ bedeutet, bezieht sich auf fortgeschrittene wissenschaftliche Verfahren, bei denen ein Rastertunnelmikroskop eingesetzt wird, um physikalische Phänomene in extrem hoher Geschwindigkeit, im Attosekundenbereich, zu beobachten. Eine Attosekunde entspricht einem Quintillionstel einer Sekunde.

Dieser Artikel wurde ursprünglich in Israel Hayom veröffentlicht.

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Patrick Callahan

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Ein Kommentar zu “Merkel besucht Schauplätze des 7. Oktober während Israel-Reise”

  1. Christian Wagner sagt:

    Wenn man Frau Merkel hier nur als standhafte Unterstützerin Israels darstellt, lässt man etwas ganz wichtiges weg.
    Sie war die Kanzlerin, die in Deutschland 2015 die ‚Willkommenskultur‘ zelebrierte, gegen die Kritik der damals schon verhassten einzigen wirklichen Opposition, der AFD. Mitglieder dieser Partei formulierten deutlich, wie keine andere Partei, daß man mit dieser ‚Kultur‘ dem arabischen Antisemitismus in Deutschland Tür und Tor öffnen werden wird und eine deutliche Position für Israel untergraben wird.
    Anstelle diese Worte Ernst zu nehmen, wurde die AFD als antisemitisch diffamiert. (Es gab Einzelne, wie in jeder anderen Partei auch.)
    Man missbrauchte die Bezeichnung des Antisemitismus, einem der heftigsten Kampfbegriffe, um den größten Konkurrenten auszuschalten.
    Das war u.a. Merkels Politik.
    Wenn die Geschichte aufgearbeitet wird, wie z.B. der Journalist Gerald Grosz tat, muss man sehen, wie es gelungen ist, einer Frau mit teuflischer Agenda einen Heiligenschein umzuhängen.
    Dieser Artikel zeigt, wie wenig man von Frau Merkel verstanden hat.

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