Arabische Jugendliche haben am Sonntag auf dem Gelände der Al-Aksa-Moschee randaliert und israelische Polizisten mit Steinen und Feuerwerkskörpern beschossen. Mehrere Beamte wurden verletzt. Nach Polizeiangaben hatten sich die Jugendlichen in der Moschee verbarrikadiert, um jüdische Besucher angreifen zu können. In Israel wurde am Sonntag der Fastentag Tisha B’Av begangen, an dem die Zerstörung des Ersten und Zweiten Tempels betrauert wird.
Konflikt
Der militärische Flügel der Hamas hat am Samstag sein diesjähriges Sommerferienlager eröffnet. Im Gazastreifen werden dabei 25.000 Palästinenser zu Kämpfern ausgebildet. Die Hamas führt ähnliche Camps auch im Winter durch. „Das Ziel der militärischen Trainingscamps ist es, die künftigen Kämpfer vorzubereiten: spirituell, geistig und körperlich, um in der Lage zu sein, Palästina von der israelischen Besatzung zu befreien,“ sagte ein Sprecher der Kassambrigade, dem militärischen Flügel der Hamas.
Der iranische Publizist und Autor Amir Taheri hat kürzlich in der amerikanischen Zeitung New York Post eine ausführliche Erklärung vorgelegt, weshalb die arabische Welt den palästinensischen Konflikt mit Israel vernachlässigt. Der Grund: Kein Araber fühlt sich in seinem eigenen Land sicher, außer den Palästinensern, die eine volle Sicherheit unter Israel genießen.
Die israelischen Sicherheitsbehörden haben die Identität der Terroristen veröffentlicht, die im vergangenen Monat an der Ermordung von Malachi Rosenfeld beteiligt waren. Erneut ist der Drahtzieher ein Häftling, der im Zuge des Gefangenenaustausches für den entführten israelischen Soldaten Gilad Schalit freigelassen worden war. Schalit war über fünf Jahre im Gazastreifen festgehalten worden. Um seine Rückkehr zu ermöglichen, waren 2011 insgesamt 1027 palästinensische Häftlinge aus dem Gefängnis freigekommen.
Die Hamas schmuggelt offenbar in großem Umfang Baumaterial für Terrortunnel und Raketen über den Grenzübergang Kerem Shalom (Foto) in den Gazastreifen. Ein Teil des Materials werde falsch deklariert, Raketenbauteile in Lastwagen mit Hilfsgütern versteckt. Das melden heute israelische Medien. Es gehe vor allem um Stahlkabel, Motoren, Holz- und Betonplatten für den Tunnelbau sowie Elektronikteile, Sprengstoff und Spezialtreibstoff für den Bau von Raketen.
In der Nähe von Stützpunkten der Terrororganisationen Hamas und des Islamischen Dschihads im Gazastreifen hat es mehrere Explosionen gegeben. Die Bombenattentate markieren einen neuen Höhepunkt im Streit zwischen Hamas und Salafisten im Kampf um die Kontrolle über das Küstengebiet. Insgesamt sechs Fahrzeuge wurden am Sonntagmorgen in Gaza-Stadt gesprengt, vier davon gehörten zur Hamas, die beiden anderen zum Islamischen Dschihad.
In der Nacht zu Donnerstag ist Israel erneut vom Gazastreifen aus mit einer Rakete angegriffen worden. Das Geschoss landete auf einer freien Fläche in der Nähe der Küstenstadt Ashkelon. Laut Peter Lerner, dem Sprecher der israelischen Armee, macht Israel die islamistische Terrororganisation Hamas für den Angriff verantwortlich. Die israelische Luftwaffe flog noch in der Nacht einen Vergeltungsangriff.
Israelische Sicherheitskräfte haben die Terroristen gefasst, die den hinterhältigen Mord an Danny Gonen (25) verübt haben. Sie nahmen insgesamt fünf Männer fest. Gonen verlor sein Leben am 19. Juni, als er mit dem Auto nahe der jüdischen Siedlung Dolev unterwegs war. Ein Palästinenser hielt ihn an und bat vermeintlich um Hilfe, bevor er plötzlich auf Danny Gonen und seinen Begleiter Netanel Hadad schoss, die noch im Auto saßen. Gonen starb kurz darauf, sein Freund wurde schwer verletzt.
Der palästinensische Aktivist Khader Adnan, der am Sonntag nach einem 56-tägigem Hungerstreik aus der israelischen Haft entlassen wurde, ist am Montag in Jerusalem erneut in Gewahrsam genommen, aber nach einigen Stunden wieder freigelassen worden. Als Grund nannte die Polizei, Adnan habe sich unerlaubt in der Jerusalemer Altstadt aufgehalten. Er wollte angeblich an einer Zeremonie in der Al Aksa-Moschee im Rahmen des islamischen Fastenmonats Ramadan teilnehmen.



