Ein Palästinenser hat heute früh mit einem Messer auf die Fahrgäste eines Busses in Tel Aviv eingestochen. Dabei wurden nach ersten Angaben rund ein Dutzend Menschen zum Teil schwer verletzt. Der Terrorist wurde durch einen Schuss ins Bein außer Gefecht gesetzt. Derzeit sucht die Polizei nach möglichen Komplizen. Bei dem Täter handelt es sich offenbar um einen 23-Jährigen aus Tulkarem.
Konflikt
Die Hisbollah-Terrororganisation im Libanon will sich dafür rächen, dass sie am Sonntag von einem israelischen Kampfhubschrauber angegriffen wurde. Mindestens sechs Mitglieder der Schiiten-Miliz, darunter ein ranghoher Kommandeur, starben nach Angaben der Terrorgruppe bei dem Luftschlag im syrischen Teil der Golanhöhen. Einer der Toten soll Jihad Mughniyeh sein, der Sohn von Imad Mughniyeh, einem der dienstältesten Hisbollah-Kommandeure.
Beim Besuch des kanadischen Außenministers John Baird (Foto) in Ramallah hat ein wütender Mob Eier und Schuhe auf das Fahrzeug des Politikers geworfen. Dutzende von bewaffneten palästinensischen Polizisten taten nichts, um den Angriff zu stoppen. Immerhin wussten sie zu verhindern, dass die Randalierer den diplomatischen Konvoi erreichten. Die aufgebrachten Palästinenser – darunter auch eine Reihe von Aktivisten aus Präsident Mahmud Abbas Fatah-Partei – erklärten Baird, dass er „in Palästina nicht willkommen“ sei.
Die schiitische Terrormiliz Hisbollah ist im Besitz von 50.000 Raketen. Davon seien einige auch in der Lage Tel Aviv zu treffen, so ein namentlich nicht genannter Beamter des US-Verteidigungsministeriums. Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah drohte am Donnerstag in einem Fernseh-Interview damit, Israel aus Rache für wiederholten Anschläge auf Syrien massiv anzugreifen. Er sei im Besitz von Raketen, die in der Lage seien, den jüdischen Staat zu vernichten, versicherte Nasrallah.
Der Zustand der elf Jahre alten Ayala Shapira, die vor drei Wochen bei einem palästinensischen Terroranschlag schwer verletzt wurde, hat sich gebessert. Als ein Palästinenser einen Molotow-Cocktail auf das Auto ihres Vaters warf, erlitt sie schwere Verbrennungen an Gesicht und Körper. Außerdem war sie seitdem nicht mehr in der Lage, richtig zu sprechen.
Die vier Opfer der Geiselnahme in dem koscheren Supermarkt in Paris werden heute in Israel beigesetzt. Ihre sterblichen Überreste sind am Morgen im Heiligen Land eingetroffen. Insgesamt waren es 17 Menschen, die während der drei Tage des islamistischen Blutbades niedergeschossen wurden. Frankreich wurde bis ins Mark erschüttert und eine Welle des Schocks ging durch die drittgrößte jüdische Gemeinschaft der Welt. Die Überlebenden stehen zum Teil noch unter Schock. Einige berichteten nun von ihren dramatischen Erlebnissen mit dem Geiselnehmer.
Ein Reporter des britischen Fernseh- und Radionachrichtensenders BBC hat offenbar Verständnis für die blutigen Terrorangriffe auf Juden in Paris. Der bekannte Korrespondent Tom Willcox interviewte am Sonntag eine Jüdin, die an der größten Demonstration in der Geschichte Europas teilnahm. Rund 1,5 Millionen Menschen hatten in der französischen Hauptstadt ihre Solidarität im Kampf gegen den Terror bekundet. Doch Willcox gab der Aktion durch seine Berichterstattung eine ganz andere Wendung.
Führende israelische Politiker haben das Attentat auf die französische Satirezeitung Charlie Hebdo verurteilt, bei dem am Mittwoch zwölf Menschen getötet wurden. „Unser Mitgefühl gilt den betroffenen Familien und dem französischen Volk“, erklärte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (Foto). Freie Gesellschaften und alle zivilisierten Menschen müssten zusammen stehen und den Terrorismus bekämpfen. Dies umfasse den Kampf mit Waffen, aber auch den Kampf gegen falsche Argumente. Unter keinen Umständen dürfe man die vielfältig vorgebrachten Rechtfertigungen für ihre Motive akzeptieren
Ausgerechnet die berüchtigte palästinensische Flugzeugentführerin Leila Khaled wird nächsten Monat zu Gast in Südafrika sein, um dort als Fürsprecherin der internationalen BDS-Kampagne aufzutreten. BDS bedeutet „Boycott, Divestment and Sanctions“. Die BDS ist für ihr strenges anti-israelisches Profil bekannt. Im November des vergangenen Jahres wurde sogar eine Protestaktion der Kampagne per Gerichtsbeschluss untersagt. Studenten hatten einen Schweinekopf in einem koscheren Viertel Kapstadts postiert.



