Beim Besuch des kanadischen Außenministers John Baird (Foto) in Ramallah hat ein wütender Mob Eier und Schuhe auf das Fahrzeug des Politikers geworfen. Dutzende von bewaffneten palästinensischen Polizisten taten nichts, um den Angriff zu stoppen. Immerhin wussten sie zu verhindern, dass die Randalierer den diplomatischen Konvoi erreichten. Die aufgebrachten Palästinenser – darunter auch eine Reihe von Aktivisten aus Präsident Mahmud Abbas Fatah-Partei – erklärten Baird, dass er „in Palästina nicht willkommen“ sei.
In den vergangenen Jahren hat Baird seine Position in der kanadischen Regierung deutlich gemacht: Er engagiert sich eindeutig und ungeniert für Israel und gegen den islamistischen Terror und den Antisemitismus.
Im Sommer des vergangenen Jahres begleitete Baird den kanadischen Premierminister Stephen Harper auf seiner Reise durch den Nahen Osten, um sich über den Gaza-Krieg zu informieren. Dabei forderte er die internationale Gemeinschaft dazu auf, zu klären, wer wirklich die Schuld an der angespannten Situation trägt. Einige Monate später, inmitten einer Reihe von tödlichen Terroranschlägen auf Israelis, widersprach Baird erneut denjenigen, die behaupteten, dass die Schuld für die Gewalt bei Israel liege, weil es keine Zwei-Staaten-Lösung befürworte.
Während Baird signalisierte, dass er und seine Gastgeber immer noch nicht einer Meinung seien, charakterisierte er das Treffen in Ramallah dennoch als „herzlich und konstruktiv“.




