Die israelische Delegation, die am Montag zu den Verhandlungen in Doha über die zweite Phase des Geiselabkommens mit der Hamas aufbrechen soll, wird aus Mitgliedern des israelischen Sicherheitsdienstes (Schin Bet) sowie aus Vertretern des Mossad und anderer Abteilungen des israelischen Sicherheitsapparats bestehen.
Die Mitglieder der Delegation werden voraussichtlich etwa zwei Tage in Katar bleiben. Ein israelischer Vertreter erklärte, das reiche Emirat übe trotz der Komplexität der katarischen Vermittlung immer noch den größten Einfluss auf die Hamas aus.
Die Gespräche werden sich auf den „Witkoff-Rahmen“ stützen, den Israel akzeptiert hat. Es wird jedoch erwartet, dass Israel sich flexibel zeigen wird, wenn sich während der Gespräche eine positive Dynamik entwickelt.
Dem Rahmen zufolge würde die Hälfte der lebenden Geiseln und die Leichen der Verstorbenen am ersten Tag des Abkommens freigelassen werden. Wird eine Vereinbarung über einen „dauerhaften Waffenstillstand“ erzielt, würden die übrigen Geiseln und Leichen am Ende des Prozesses freigelassen.
Israelische Vertreter räumen ein, dass die derzeitige Situation de facto einen Waffenstillstand darstellt, der es der Hamas ermöglicht, sich neu zu gruppieren und zu stärken, bevor die Feindseligkeiten wieder aufgenommen werden, was ihre endgültige Beseitigung erschweren könnte. Dem hochrangigen israelischen Offiziellen zufolge ist die Phase der Ruhe jedoch von größerer strategischer Bedeutung für Israel, das sich mit verstärkten Streitkräften und aktualisierten Einsatzplänen auch auf einen künftigen Konflikt vorbereitet.
Ursprünglich veröffentlicht von Israel Hayom.




