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IDF greift Hisbollah-Raketenstellungen im Süden des Libanon an

Die israelische Armee begründet die Angriffe mit Verstößen gegen die Absprachen zwischen Israel und dem Libanon.

An Israeli Air Force F-35I “Adir” stealth strike fighter jet, June 12, 2023. Foto : IDF

Nach Angaben der Israelischen Armee (IDF) haben israelische Streitkräfte am Mittwochabend mehrere Raketen- und Startstellungen der libanesischen Hisbollah im Süden des Libanon angegriffen. Die Militäraktion erfolgte, weil die betroffenen Stellungen eine Verletzung des bestehenden Waffenstillstands darstellen.

Die IDF führte in der Nacht zum 24. Dezember 2025 Luftangriffe auf mehrere Startstellen und militärische Anlagen durch, die laut israelischen Behörden von der schiitisch-milizischen Hisbollah zur Vorbereitung und Durchführung von Angriffen genutzt werden. Die militärischen Einsätze stehen im Kontext anhaltender Spannungen entlang der Nordgrenze Israels.

Die israelische Armee erklärte, sie werde weiterhin handeln, um alle Bedrohungen für den Staat Israel zu beseitigen und Versuche der Hisbollah, ihre Fähigkeiten wiederherzustellen, zu verhindern.

 

Angriffe auf Raketen- und Startstellungen

Nach offiziellen Angaben der IDF wurden am Mittwochabend im Süden des Libanon mehrere Raketen- und Startpositionen der Hisbollah angegriffen. Demnach handelt es sich um militärische Anlagen, von denen aus die bewaffnete Gruppe in den vergangenen Wochen aktiv gewesen sei. Die israelische Militärsprecherstelle nannte die Existenz dieser Stellungen eine „Verletzung der Absprachen zwischen Israel und dem Libanon“ und betonte, dass die IDF weiter operieren werde, um „jeden Versuch der Wiederherstellung von Fähigkeiten der Hisbollah entlang der nördlichen Grenze“ zu verhindern.

In Verbindung mit diesen Angriffen hatte die IDF bereits am Montag zuvor nach eigenen Angaben drei Hisbollah-Operative eliminiert, die an der Planung von Angriffen auf israelische Truppen und am Wiederaufbau terroristischer Infrastruktur im Gebiet von Sidon beteiligt gewesen sein sollen. Nach einer ersten Überprüfung gehörte einer der Getöteten laut Armee-Informationen auch einer Einheit der libanesischen Militär-Nachrichtendienste an, ein weiterer sei Teil des Luftabwehrnetzwerks der Hisbollah gewesen.

 

Waffenstillstand, politische Aussagen und internationale Lage

Der Angriff der IDF kam in einer Phase, in der sowohl Israel als auch internationale Beobachter feststellen, dass die Situation entlang der nordisraelischen Grenze weiter angespannt ist. Der im November 2024 vereinbarte Waffenstillstand zwischen Israel und dem Libanon sah unter anderem vor, dass die Hisbollah entwaffnet werden sollte und ihre militärische Präsenz südlich des Litani-Flusses beendet wird. Kritiker, darunter der Vorsitzende der Partei Yisrael Beiteinu, Avigdor Liberman, äußerten jedoch, dass man von einer wirklichen Entwaffnung der Hisbollah – „nicht einmal im Süden des Libanon“ – noch weit entfernt sei.

Zeitgleich arbeiten saudi-, französische und US-Vertreter an einem Plan zur vollständigen Demilitarisierung der Hisbollah für das Gebiet südlich des Litani, im Rahmen einer diplomatischen Initiative zur Stärkung des Waffenstillstandsmechanismus. Diese Gespräche sollen unter anderem einen stärker überwachten Prozess sowie mögliche Einbindung internationaler Kräfte umfassen.

Dass israelische Kampfflugzeuge und Drohnen wiederholt Ziele im Libanon angreifen, fällt zusammen mit Berichten, wonach die Hisbollah trotz Vereinbarungen weiterhin Waffenlager, Startstellungen und militärische Infrastruktur nutzt – was Israel als dauerhafte Bedrohung seiner Nordgrenze einstuft. Zusätzlich zu den Luftangriffen betonten israelische Sicherheitskreise, dass solche Militäroperationen Teil eines anhaltenden Engagements zur Neutralisierung potenzieller Angriffsressourcen der Hisbollah seien.

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Patrick Callahan

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