Bei einem nächtlichen Einsatz im Libanon hat die israelische Armee mehrere hochrangige Mitglieder proiranischer Milizen eliminiert. Nach Angaben der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) wurden mindestens zwei führende Kommandeure der sogenannten Imam-Hussein-Brigade ausgeschaltet, einer Miliz, die zur Quds-Einheit der iranischen Revolutionsgarden gehört.
Unter den Eliminieren befinden sich der Kommandeur der Brigade, Abu Rida, sowie sein Stellvertreter Jihad Alsfira. Die Imam-Hussein-Brigade gilt als eine der aktivsten Formationen der Quds-Einheit im Libanon und arbeitet eng mit der Hisbollah zusammen.
Gemeinsam mit ihnen wurden nach israelischen Angaben drei weitere ranghohe Hisbollah-Funktionäre eliminiert. Sie waren unter anderem für Raketenabschüsse auf Israel, die Beschaffung von Waffen sowie operative Angriffe verantwortlich.
Parallel dazu teilte die IDF auf der Plattform X mit, dass bereits am Dienstag ein weiterer hochrangiger Vertreter der iranischen Revolutionsgarden ausgeschaltet wurde, der in der Raketenstruktur der Hisbollah tätig war. Dabei handelt es sich um den Terroristen Abu Dar Mohammadi, der in Beirut operierte und eine zentrale Rolle bei der militärischen Koordination zwischen der Hisbollah und dem iranischen Regime spielte.
צה“ל חיסל מפקד מטעם משמרות המהפכה שפעל ביחידת הטילים של ארגון הטרור חיזבאללה בלבנון
צה“ל תקף מוקדם יותר השבוע, וחיסל את המחבל אבו ד’ר מחמדי, מפקד מטעם משמרות המהפכה שפעל ביחידת הטילים של ארגון הטרור חיזבאללה בביירות.
מחמדי היווה גורם מרכזי בתיאום הצבאי בין ארגון הטרור חיזבאללה… pic.twitter.com/tKwjQZ8XHH
— צבא ההגנה לישראל (@idfonline) March 12, 2026
Nach Angaben des Militärs fungierte Mohammadi als Verbindungsglied zwischen der Hisbollah und hochrangigen iranischen Funktionären. Zudem habe er maßgeblich am Aufbau der Raketenfähigkeiten der Organisation mitgewirkt und versucht, diese nach der Operation „Pfeile des Nordens“ wiederherzustellen.
Die IDF erklärte, Mohammadi habe als zentraler Wissensträger im Bereich der strategischen Waffen der Hisbollah gegolten. Er habe Prozesse innerhalb der Raketenstruktur der Organisation geleitet und die Durchführung von Raketenabschüssen koordiniert.
Israel warnt Libanon vor Ausweitung der Kämpfe
Unterdessen warnte Verteidigungsminister Israel Katz, Israel könne seine militärischen Aktivitäten im Libanon ausweiten, sollte die libanesische Regierung nicht in der Lage sein, die Hisbollah zu kontrollieren.
„Wenn die libanesische Regierung nicht verhindern kann, dass die Hisbollah die Ortschaften im Norden bedroht und auf Israel schießt, werden wir selbst handeln und das Gebiet eigenständig sichern“, sagte Katz nach einer Lagebesprechung im unterirdischen Kommandozentrum des Verteidigungsministeriums.
Der Minister fügte hinzu, er habe gemeinsam mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die IDF angewiesen, sich auf eine mögliche Ausweitung der Operationen vorzubereiten, um „Ruhe und Sicherheit in die Gemeinden im Norden zurückzubringen“.




