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Die Nacht am Gottesberg

Die Wüste hat einen geistlichen Mehrwert, den viele Menschen einfach nicht kennen.

Berg Karkom Foto: Shutterstock

Guten Morgen, liebe Leser!

Vor kurzem war ich wieder unterwegs in der Wüste, mit meiner Frau Anat und engen Freunden von uns. Nicht weit von der ägyptischen Grenze, am Gottesberg Har Karkom. Einer der Gründe war die Vorbereitung für die bevorstehende Wüstenwanderung im Dezember.

Wir übernachten gerne in Zelten, aber unter einer Bedingung, wir haben gute und weiche Schlafmatratzen dabei. Glaubt mir, die Matratzen machen in der Wüste alles leichter und angenehmer. Man spürt nicht jeden Stein unter dem Schlafsack. Der Höhepunkt bei solchen Ausflügen ist das Zusammensein am Lagerfeuer unter dem endlosen Sternenhimmel in der Wüste. Die Stille, die Einsamkeit und die Dialoge mit den Nächsten in unserer Mitte, machen diese Momente zu etwas Einzigartigem. Es kommen Dinge an die Oberfläche, die wir oft vergessen oder in uns tief verdrängt haben.

Die Wüste hat einen geistlichen Mehrwert, den viele Menschen einfach nicht kennen, weil die Wüste ihnen fremd ist. Da wir die Wüste sehr gut kennen, aber noch mehr ihren wertvollen Schatz der göttlichen Anwesenheit in der Stille, zieht uns dieser Landesteil an wie ein Magnet.

Wir vier sprachen nicht nur über unsere Kinder, sondern auch über unsere Arbeit und das Leben. Mein Freund Juda arbeitet im Satellitenbereich und ist deswegen oft im Ausland. Jetzt wegen des Krieges in der Ukraine steckt er in Israel fest und macht sich Gedanken über die Zukunft. Einer seiner Söhne lebt mit seiner Frau schon seit zehn Jahren in Panama. Sie haben dort einen Surf Club, wo sich alle Israelis treffen. Auch meine erwachsenen Kinder waren während ihres Ausfluges nach der Armee dort und surften. Unsere Familien sind eng befreundet und so sprechen wir über alles. Ja, junge Israelis suchen das Gelobte Land außerhalb der Gelobten Grenzen. Und dies hören wir leider immer mehr von Freunden. Für die Eltern ist das nicht leicht, ihre Kinder und Enkelkinder nur ein oder zweimal im Jahr zu sehen. Aber sie verstehen, dass es ihnen dort viel besser geht. Das Leben ist einfacher, schöner und auch billiger.

In dieser Nacht sprachen wir über die Zukunft unserer Kinder und Israel. Israel braucht dringend einen Staatsführer, der sich wirklich zuerst um die Menschen und das Volk kümmert und nicht um seine Wähler und Partei. Es ist egal, ob rechts oder links, der Staatslenker muss zuerst eine Liebe für Menschen haben. Das Volk Israel durch die Wüste zu führen, war für Mose kein leichtes Spiel. In der Bibel lesen wir, was Mose mit seinem Volk alles durchmachen musste. Aber er hat seine Mission vollbracht, natürlich mit Gottes Gnade und Hilfe. Und hier im Land zerbrechen die Regierungen in den letzten Jahren so häufig, weil das Volk unzufrieden ist und murrt.

Dieselbe Unzufriedenheit herrscht heute im Volk wie damals in der Wüste. Das ist der Mensch und damit müssen wir aber auch klarkommen. Bibi Ja – Bibi Nein, eigentlich ist ganz egal, wer wieder gewählt wird, wichtig ist, dass der nächste Ministerpräsident zuerst das Volk vor seinen Augen hat, so wie Mose.

Und dann, mitten in unserer Diskussion wurden wir auf einmal überrascht, als uns israelische Soldaten im Hammerjeep überraschten. Sie hatten eine Meldung erhalten, dass wir vier auf dem Radar zusehen waren und deswegen wurden sie zu uns geschickt, um zu sehen, ob wir Schmuggler, Terroristen oder was auch immer sind. Natürlich haben wir ihnen Kaffee und etwas Süßes angeboten.

Israels Wüste zu erleben, ist eine Sache, das Schöne sind die Gespräche und das Zusammensein im Licht in der Dunkelheit der Wüste. Bei Vollmond sehen wir in der Nacht sogar unseren Schatten. Und wenn Ihr so etwas mit uns erleben möchtet, dann kommt und bringt Eure Freunde im Dezember mit in die Wüste. Es wird ein einmaliges Abenteuer, das man wirklich nicht mit Worten beschreiben kann. Eines weiß ich, nach sieben Tagen in der Wüste will normalerweise keiner die Wüste mehr verlassen. Aber wie schon gesagt, das müsst ihr selbst erleben.

Und jetzt noch etwas: wer von Euch glaubt, das erste Buch Mose zu kennen? Auf Hebräisch heißt es „Bereschit“, am Anfang.

Was auch immer die Antwort ist, es lohnt sich auf alle Fälle, bei unserem Israel Happening in der italienischen Schweiz dabei zu sein. Hier eine leichte Frage: „Wer ist der Mann, der seine Gäste mit einer nicht koscheren Mahlzeit bediente?“. Bei unserem Bibelquiz werden nur Fragen aus dem ersten Buch gefragt. Ja, wir veranstalten einen Bibelquiz mit Preisen, wie bei uns in Israel am Unabhängigkeitstag.

Bereschit ist das Buch, in dem der Glaube an einen Gott begonnen hat. Aus diesem Buch sind die Völker entstanden und das jüdische Volk wurde unter den Heiden auserwählt. Aus diesem Buch wurde das Haus David gegründet, was bis zum Messias führt, Jesus. Also, Ihr meint, Ihr kennt Bereschit? Dann kommt und lernt mehr über die faszinierenden Geschichten in Bereschit, dort, wo alles angefangen hat. Aber auch sonst seid Ihr alle eingeladen, uns beim Israel Happening in der italienischen Schweiz zu besuchen.

Wir freuen uns auf Euch!

 


Das Wetter für heute in Israel

Teilweise bewölkt bis heiter. Es bleibt sommerlich warm. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 29 Grad, Tel Aviv 30 Grad, Haifa 28 Grad, Tiberias am See Genezareth 36 Grad, am Toten Meer 34 Grad, Beersheva 36 Grad, Eilat am Roten Meer 39 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist weiter gesunken und liegt jetzt bei -209.555 m unter dem Meeresspiegel. Es fehlen 0,755 Meter bis zur obersten Grenze!

Die Redaktion von Israel Heute wünscht Ihnen ein angenehmes Wochenende und einen gesegneten Schabbat. Machen Sie es gut.

 

Schabbat Schalom aus Jerusalem!

 

About the author

Patrick Callahan

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