Ben & Jerry’s erleidet ersten großen Verlust nach Boykott jüdischer Siedler

Als Ben & Jerry’s International letzte Woche beschloss, seine Eiscreme nicht mehr an Juden zu verkaufen, die in den „besetzten palästinensischen Gebieten“ leben, riskierte das Unternehmen eine große Gegenreaktion, nicht nur in Israel, sondern weltweit.

von Israel Heute Redaktion | | Themen: BDS
Foto: Flash90

Ende letzter Woche erlitt das Unternehmen seinen ersten großen Verlust im Zusammenhang mit dem Boykott, als die Grafikdesignerin Susannah Levin sagte, dass sie nicht länger mit Ben & Jerry’s zusammenarbeiten würde.

Seit 21 Jahren entwirft Levin die skurrilen Grafiken, die auf den Eiscreme-Verpackungen von Ben & Jerry’s erscheinen.

In einer auf Facebook geposteten Ankündigung schrieb sie: „Mit sofortiger Wirkung habe ich meinen Job wegen der Äußerung zu Israel nach 21 Jahren bei Ben & Jerry’s gekündigt.“

Levin fügte einen Videoclip bei, in dem der verstorbene Oberrabbiner Jonathan Sacks erklärt, dass moderner Antizionismus Antisemitismus sei.

In einem Telefongespräch mit Israel Heute erklärte Levin die Entscheidung mit den Worten:

„Als eine Person, die das jüdische Volk und die jüdische Nation liebt, könnte ich nicht einen einzigen Moment für ein Unternehmen arbeiten, das sich einer BDS-Kampagne anschließt oder sie beschwichtigt. Ich habe gute Freunde und Arbeitsbeziehungen mit den Leuten dort, aber wenn es das ist, was sie jetzt repräsentieren, kann ich nicht Teil davon sein.“

„Ich habe das seit einem Monat kommen sehen, und ich habe niemanden gesehen, der sich aktiv dagegen gestellt hat, also habe ich das Thema zur Sprache gebracht und bin zu den höchsten Ebenen des Unternehmens gegangen, um über Israel zu sprechen und es zu verteidigen, weil ich nicht dachte, dass sie eine andere Sichtweise hören.“

In der Zwischenzeit sagten Beamte in fünf US-Bundesstaaten, sie hätten begonnen zu untersuchen, ob Ben & Jerrys Entscheidung gegen ihre Gesetze verstößt, die einen Boykott Israels verbieten.

In den letzten Jahren haben 34 amerikanische Bundesstaaten Gesetze verabschiedet, die darauf abzielen, die Anti-Israel-Bewegung zu bekämpfen, die als Boykott, Divestment und Sanktionen (BDS) bekannt ist. Diese Gesetze verlangen, dass die Regierungen der Bundesstaaten keine Geschäfte mehr mit Unternehmen oder Einrichtungen machen, die den jüdischen Staat in irgendeiner Weise boykottieren.

Wer wird nun für Ben & Jerry’s neue Grafiken erstellen?

Die Anti-BDS-Gesetze in 21 dieser Staaten beinhalten ausdrücklich das Verbot, jüdische „Siedler“ zu boykottieren, die im biblischen Kernland von Judäa und Samaria leben, der sogenannten „Westbank“.

Letzte Woche begannen die Regierungen der Bundesstaaten Florida, Texas, New York, New Jersey und Illinois mit einer rechtlichen Prüfung der Angelegenheit, die dazu führen könnte, dass sie sich von Ben & Jerry’s International und dessen Muttergesellschaft Unilever trennen.

„Wenn festgestellt wird, dass Ben & Jerry’s oder Unilever in Aktivitäten verwickelt sind, die nach Kapitel 808 des Texas Government Code verboten sind, wird mein Büro alle angemessenen und erforderlichen Maßnahmen in Übereinstimmung mit unseren Richtlinien und Verfahren ergreifen“, heißt es in einer Erklärung des Texas Comptroller Glenn Hegar.

„Die Texaner haben sehr deutlich gemacht, dass sie an der Seite Israels und seines Volkes stehen. Wir sind gegen all jene, die Israels Wirtschaft und sein Volk untergraben wollen“, so die Erklärung weiter.

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