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Knesset-Museum in Jerusalem eingeweiht

Im historischen Frumin-Haus, dem ersten Zuhause der Knesset, können Besucher jetzt Originalräume, geheime Dokumente und Relikte aus den Anfangsjahren des israelischen Parlaments entdecken.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bei der Eröffnungsfeier des neuen Knesset-Museums in Jerusalem am 11. August 2025. Foto: Yonatan Sindel/Flash90

(JNS) Am Montag wurde im Jerusalemer Frumin-Haus das Knesset-Museum feierlich eröffnet. Das Gebäude in der King-George-Straße 24 diente von 1950 bis 1966 als provisorischer Sitz des israelischen Parlaments – hier wurden die ersten fünf Legislaturperioden der Knesset abgehalten.

An der Zeremonie nahmen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, Präsident Isaac Herzog, Knessetsprecher Amir Ohana und Jerusalems Bürgermeister Moshe Lion teil. Im Anschluss konnten Besucher das dreistöckige Gebäude erstmals seit fast 60 Jahren wieder betreten.

Nach Angaben des israelischen öffentlich-rechtlichen Senders Kan News können Besucher unter anderem das Büro des damaligen Ministerpräsidenten besichtigen. Dort befindet sich ein Safe mit dem geheimen Protokoll zu David Ben-Gurions Bekanntgabe der Gefangennahme des NS-Verbrechers Adolf Eichmann.

Für Fotomotive ist ebenfalls gesorgt: Neben lebensgroßen Figuren historischer Persönlichkeiten wie Chaim Weizmann, Israels erstem Präsidenten, sowie den ehemaligen Ministerpräsidenten David Ben-Gurion, Golda Meir und Menachem Begin können Besucher Selfies machen.

Der israelische Präsident Isaac Herzog bei der Eröffnungsfeier des neuen Knesset-Museums in Jerusalem am 11. August 2025. Im Hintergrund die Statue der ehemaligen Ministerpräsidentin Golda Meir. Foto: Yonatan Sindel/FLASH90.

Kol Israel, Israels inländischer und internationaler öffentlicher Hörfunksender, der zwischen 1951 und 1966 sendete, lässt sich in einer nachgebauten Kabine nachempfinden – wie damals, als Reporter von dort live über hitzige Parlamentsdebatten berichteten. Außerdem sind historische Telefone aus jener Zeit ausgestellt, die einst genutzt wurden, um Berichte an die Redaktionen zu übermitteln.

Die Ausstellungen im gesamten Knesset-Museum setzen dabei umfassend auf künstliche Intelligenz.

Das Frumin-Haus „ist ein Gebäude von nationaler und historischer Bedeutung in der Geschichte des jüdischen Volkes, in dem Gesetze erlassen, Reden gehalten und Debatten geführt wurden, die den Charakter der Knesset und des Staates Israel prägten“, erklärte Knessetsprecher Ohana vor der Veranstaltung. „Seine Umwandlung in ein modernes Museum wird dazu beitragen, das öffentliche Verständnis für die gewählten Vertreter im Laufe der Generationen zu vertiefen, parlamentarische Prozesse zu erklären und den Bereich von Kultur und Erbe zu stärken.“

Herzog betonte laut Walla News: „Wir alle erinnern uns gut daran, dass die Knesset die bestmögliche Vertretung ist, weil sie die einzige vom Volk gewählte Institution ist. Wir müssen darauf achten, sie zu ehren, ihre Unabhängigkeit und die Unabhängigkeit ihrer Mitglieder zu bewahren. Wehe uns, wenn dort Einstimmigkeit herrscht.“ Er fügte hinzu: „Es darf niemals eine Öffentlichkeit ohne Vertretung geben. Wir müssen für das Recht kämpfen, dass unterschiedliche Meinungen respektvoll gehört werden. Andernfalls wird unsere nationale Widerstandskraft untergraben.“

Netanjahu sagte: „Die Knesset kommt aus dem Volk, im Namen des Volkes und für das Volk. Die Lage des Frumin-Hauses im Herzen und Zentrum der Stadt gab einem grundlegenden Prinzip informell Ausdruck – das Volk ist der Souverän. Das Volk wählt seine Vertreter.“

Eröffnungsfeier des neuen Knesset-Museums in Jerusalem am 11. August 2025. Foto: Yonatan Sindel/FLASH90.

Zum aktuellen Krieg Israels gegen die Hamas im Gazastreifen erklärte er, das Land stehe „kurz vor dem Ende der Kampagne“. Während Israel daran arbeite, „die Überreste der iranischen Achse zu besiegen und alle unsere Geiseln zu befreien …, feiern wir hier die Tatsache unserer Existenz und Unabhängigkeit im Herzen unserer ewigen Hauptstadt Jerusalem“.

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Patrick Callahan

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