Am Mittwochmorgen sind den Judäischen Bergen in Zentralisrael massive Waldbrände ausgebrochen. Die Brände führten zu Evakuierungen und großangelegten Noteinsätzen bei extrem hohen Temperaturen und starkem Wind.
Das schwerwiegendste Feuer begann im Eshtaol-Wald in der Nähe der Gemeinden Mesilat Zion und Neve Schalom, die beide evakuiert wurden, als sich die Flammen rasch ausbreiteten. Der Feuerwehr- und Rettungsdienst setzte Dutzende Löschteams, Flugzeuge und Hubschrauber ein, um den Brand einzudämmen, der durch die Trockenheit und heftige Windböen weiter angefacht wurde.
Die Behörden sperrten wichtige Straßen, darunter Abschnitte der Route 1 – der Hauptverkehrsachse zwischen Jerusalem und Tel Aviv – sowie der Route 3, da die Brände angrenzende Ortschaften und strategische Infrastruktur bedrohten. Auch das Gebiet um Latrun wurde von der Polizei geräumt, da sich die Flammen näherten.
Der Ausbruch der Feuer fiel auf Israels Gedenktag für gefallene Soldaten, was die emotionale Belastung erhöhte – während Sirenen zum Gedenken ertönten, kreisten Löschhubschrauber über den brennenden Bergen.
Bis Mittwochnachmittag wurden keine Verletzten gemeldet, doch die Feuerwehr blieb in höchster Alarmbereitschaft. Die Behörden riefen die Bevölkerung dazu auf, Anweisungen zu befolgen und Waldgebiete unbedingt zu meiden.
Bereits Anfang der Woche hatte ein Waldbrand im Naturschutzgebiet Ein Prat in der judäischen Wüste rund 100 orthodoxe Jugendliche auf einem Schulausflug eingeschlossen. Rettungsteams – darunter auch Polizeihubschrauber – führten unter gefährlichen Bedingungen eine komplexe Evakuierung durch. Verletzte gab es keine.
In einem weiteren Vorfall westlich von Jerusalem war in der vergangenen Woche ein großer Waldbrand in der Nähe von Moschaw Ta’oz ausgebrochen. Er vernichtete innerhalb von 20 Stunden etwa 10 Quadratkilometer Wald, bevor er unter Kontrolle gebracht werden konnte. Mehr als 100 Feuerwehrteams und Löschflugzeuge waren im Einsatz, um die umliegenden Ortschaften zu schützen.
Die aufeinanderfolgenden Brände verdeutlichen die zunehmende Bedrohung, der Israel während der Frühlingshitzewelle ausgesetzt ist. Die Behörden mahnen zur Vorsicht, da die Temperaturen weiterhin hoch bleiben und die Vegetation extrem trocken ist.




