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„Ich habe unsere Beziehungen zu Israel priorisiert“

Der argentinische Präsident Javier Milei würdigt 75 Jahre Beziehungen zum Staat Israel mit einer besonderen und emotionalen Botschaft an das jüdische Volk.

Argentinien
Der argentinische Botschafter in Israel, Rabbi Shimon Axel Wahnish, spricht bei einer Zeremonie in Jerusalem anlässlich des 75-jährigen Bestehens der diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern. Foto: Argentinische Botschaft in Israel

Mit einer Zeremonie im Außenministerium in Jerusalem wurde das 75-jährige Bestehen der diplomatischen Beziehungen zwischen Argentinien und Israel gefeiert. Die Veranstaltung wurde von der argentinischen Botschaft in Israel organisiert und umfasste die Teilnahme des argentinischen Botschafters Shimon Axel Wahnish, hochrangiger israelischer Politiker sowie eine besondere Botschaft des argentinischen Präsidenten Javier Milei.

In seinem Brief, der von Botschafter Wahnish verlesen wurde, betonte Präsident Milei die gemeinsamen Werte beider Länder:

„Das Fundament der Beziehungen zwischen Argentinien und Israel sind die Werte der Freiheit und der Demokratie. Ich habe unseren Beziehungen zu Israel Priorität eingeräumt und sie auf ein nie zuvor erreichtes Niveau gehoben. Ich lobe die großartige Arbeit, die unsere Botschaft in Israel zu diesem Zweck leistet.“

Milei brachte auch seine Bewunderung für Israel zum Ausdruck und verurteilte das Massaker vom 7. Oktober:

„Meine Bewunderung für Israel, seine Geschichte und seine Menschen ist aufrichtig. Eine Nation, die immer wieder gezeigt hat, dass Widerstandskraft und die entschlossene Verteidigung der Freiheit der Schlüssel sind, um jede Herausforderung zu meistern. Schweigen ist Komplizenschaft und verpflichtet uns, den brutalen und feigen Terroranschlag vom 7. Oktober zu verurteilen. Wir fordern die sofortige und bedingungslose Freilassung der Geiseln, einschließlich der argentinischen Staatsbürger. Ich danke Präsident Isaac Herzog und Premierminister Benjamin Netanyahu für die tiefe Freundschaft zwischen unseren beiden Ländern.“

Milei wird voraussichtlich im kommenden Monat zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres nach Israel reisen, um sein Versprechen zu bekräftigen, die argentinische Botschaft nach Jerusalem zu verlegen.

Israels Präsident Isaac Herzog lobte in seiner Rede die Stärkung der Beziehungen unter Mileis Führung:

„Argentinien hat als erstes lateinamerikanisches Land den Staat Israel anerkannt. Unter der Führung meines lieben Freundes Javier Milei sind die Beziehungen heute stärker denn je“.

Präsident Isaac Herzog dankt Argentinien für die enge Freundschaft. Foto: Argentinische Botschaft

Er erinnerte auch an Mileis jüngsten Besuch in Israel, bei dem sie gemeinsam Kibbutzim besuchten, die von Hamas-Terroristen angegriffen worden waren: „Wir haben geweint und gelacht, vereint im Kampf gegen die Kräfte des Terrors“.

Knessetsprecher Amir Ohana lobte den Mut der argentinischen Regierung, die Hamas als Terrororganisation anzuerkennen, und stellte die Rolle der UNO im Gazastreifen in Frage:

„Ich hatte die Ehre, Präsident Milei in Buenos Aires zu treffen und habe die Stärke dieser Allianz bestätigt, die noch nie so stark war-“

Ohana kündigte weiters an: „Wir werden Präsident Milei einladen, vor der Knesset zu sprechen.“

Außenminister Gideon Sa’ar hob Mileis Führungsstärke hervor, lobte die Arbeit von Botschafter Wahnish und bezeichnete den argentinischen Außenminister Gerardo Werthein als „Freund“. Er fügte hinzu:

„Argentinien und Israel sind vereint in der Verteidigung von Demokratie und Freiheit. Dies ist ein historischer Moment in unseren Beziehungen. Ich danke Präsident Milei für seine unerschütterliche Unterstützung Israels. Ich werde bald in Begleitung von Geschäftsleuten nach Buenos Aires reisen, um diese Freundschaft auf eine neue Ebene zu heben.“

In einer emotionalen Rede hob Botschafter Axel Wahnish den Wandel der bilateralen Beziehungen hervor:

„Argentinien ist seit 74 Jahren Partner Israels, aber heute sind wir dank der entschlossenen Entscheidung des Präsidenten bedingungslose Freunde geworden. Wahre Freunde zeigen sich in schwierigen Zeiten und die argentinische Regierung versteht, dass der Kampf Israels nicht nur ein regionaler Kampf ist, sondern ein Kampf zwischen Barbarei und Zivilisation.“

Wahnish schloss mit den Worten: „Der größte Präsident in der Geschichte Argentiniens, Javier Milei, hat sich für das Leben entschieden, und heute bauen wir Brücken der Freiheit.“

Argentinische Familien, die vom Terroranschlag in Israel am 7. Oktober betroffen sind. Foto: Argentinische Botschaft in Israel

Die Veranstaltung umfasste die Ausstellung „Brücken der Freiheit“ des argentinischen Künstlers Oscar „Cacho“ Soler mit Gemälden ikonischer Orte in Buenos Aires und Jerusalem. Außerdem fand eine Zeremonie zum Gedenken an argentinische Familien statt, die Opfer der Anschläge vom 7. Oktober geworden waren. Gemeinsam wurde die Freilassung der von der Hamas festgehaltenen Geiseln gefordert.

In Argentinien lebt die größte jüdische Gemeinde Südamerikas. In Israel ist die argentinische Gemeinde gut in die Gesellschaft integriert. In Anerkennung der Aktivitäten der Gemeinschaft in Israel und als Zeugnis der Verbindung zwischen den Nationen ehrte der Botschafter vier prominente Mitglieder der argentinischen Gemeinschaft in Israel für ihren öffentlichen Dienst als Brücke zwischen den Nationen: den ehemaligen Knessetabgeordneten und Ökonomen Manuel Trajtenberg, den Vorsitzenden von Yad Vashem Dani Dayan, Tali Grosshaus von IsraAID und den Fußballspieler Marco Wolf.

Argentinien hat als erstes südamerikanisches Land die Hisbollah als Terrororganisation eingestuft. Im Juli vergangenen Jahres erklärte Präsident Milei auch die Hamas zur Terrororganisation. Kürzlich wurde Argentinien zum Vorsitzenden der IHRA (International Holocaust Remembrance Alliance) gewählt und bleibt das einzige Vollmitglied in Südamerika. Argentinien arbeitet mit Israel an der Freilassung der Geiseln mit doppelter Staatsbürgerschaft, darunter Mitglieder der Familie Bibas. An der Veranstaltung nahmen auch die Familien der argentinischen Geiseln und ehemalige Gefangene teil, die auf die Bühne gebeten wurden, um die baldige Freilassung der 100 Geiseln zu fordern, die sich noch in der Gewalt der Hamas befinden.

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Patrick Callahan

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