Im nächsten Monat wird der syrische Staatschef Baschar Al Assad im saudischen Königreich eintreffen, darüber haben sich Assad und der saudische Gast und Außenminister Faisal Ben Farhan im Präsidentenpalast in Damaskus vorgestern geeinigt. In Riad wird der syrische Staatschef nicht nur vom saudischen Kronprinzen Mohammed Ben Salman empfangen, sondern ebenso von seinem Vater, König Salman bin Abdul Asis Al Saud. Schon jetzt sorgt der offizielle Staatsbesuch in Riad für große Schlagzeilen in den arabischen Medien.
Bis vor wenigen Monaten war ein syrischer Staatsbesuch in Saudi-Arabien mehr Sience Fiction als Realität. Vor etwa 12 Jahren wurde Syrien, wegen des Völkermordes im Land aus der Arabischen Liga geschmissen. 500.000 Menschen haben im syrischen Bürgerkrieg seitdem ihr Leben verloren. Parallel sind 3 Mio. Menschen aus Syrien geflohen. Keine arabische Regierung wollte zu dieser Zeit mit der so genannten brutalen syrischen Regierung in Damaskus in Kontakt sein. Als im März 2011 der syrische Bürgerkrieg ausbrach, hat selbst Hamas-Chef Khaled Maschal das Hamas Hauptquartier in Damaskus geschlossen und ist nach Katar zurückgekehrt. Hamas und die Muslimbruderschaft in Syrien haben angekündigt, Assads Gegner im Arabischen Frühling zu unterstützen. Damit haben sie dem Assad-Regime nach vielen Jahren den Rücken zugewendet.

Aber heute geht es um den Iran. Teheran hatte schon immer ein strategisches Interesse in Syrien, da es eine Grenze zu Israel hat. Für viele Länder im Nahen Osten sind die Beziehungen mit dem schiitischen Regime in Teheran äußert wichtig. In den letzten Wochen wurde die Welt von der Versöhnung zwischen dem Iran und Saudi-Arabien überrascht. Dafür hat Saudi-Arabien endlich Ruhe an seiner Südgrenze mit dem Jemen und den schiitischen Huthis errungen. Der Krieg gilt als mittelbar ausgetragene Auseinandersetzung zwischen Saudi-Arabien und dem Iran. Die Huthi-Rebellen, die über enge Verbindungen zum Iran verfügen, stürzten 2014 eine von Saudi-Arabien unterstützte Regierung im Jemen und kontrollieren den Norden des Landes. Der andauernde Krieg mit den Huthis ist Saudi-Arabien in den letzten neun Jahren zu teuer geworden. Riad braucht Stabilität und das ist was der Iran dem saudischen Königreich anbietet.
Eine saudische Unterstützung Syriens wird die Beziehungen mit dem Iran noch enger machen. Assads bevorstehender Besuch in Riad wird mit Sicherheit das Kräfteverhältnis im Nahen Osten verschieben. Eine übliche Legitimierung geht nicht über den ägyptischen Machthaber in der arabischen Welt in Kairo wie früher, sondern via Riad. Die Saudis formen sich zur führenden Macht im arabischen Nahen Osten. Letztendlich spricht das Geld und das hat das saudische Königreich, während es Ägypten fehlt, dass zurzeit in eine gefährliche Wirtschaftskrise stürzt. Um relevant zu bleiben, hat Kairo angekündigt, Syrien beim Aufbau nach dem Erdbeben beizustehen. Finanzieren werden die Persischen Golfstaaten den Aufbau in Syrien.

Der Iran vermarktete mit Erfolg seinen syrischen Verbündeten an die arabischen Regierungen und so öffnen die sunnitischen Regierungen ihre Tore für den syrischen Staatschef. In Oman und Abu Dhabi war der syrische Diktator bereits. Sein syrischer Außenminister war schon in Saudi-Arabien, Algerien und Tunesien, die bereits angekündigt haben, ihre syrischen Botschaften wieder zu eröffnen. Dem südlichen Nachbarn Jordanien bleibt keine andere Wahl als dem arabischen Versöhnungskonzert beizutreten, obwohl Syrien seine südlichen Grenze mit Jordanien für seinen Rauschgiftschmuggel und Handel verwendet. Der Libanon und der Irak haben über die Jahre hinweg ihre Beziehungen zu Damaskus bewahrt.
Vor unseren Augen entwickelt sich ein neuer Naher Osten. Ein Begriff den Israels ehemaliger Außenminister und Oslo-Architekt Schimon Peres ins Leben gerufen hat, mit der Hoffnung Israel und die Palästinenser versöhnen sich wirklich. Dieser neue Nahe Osten ist uns allen im Gesicht explodiert. Jetzt muss man beobachten, ob der aktuelle neue Nahe Osten in der arabischen Welt seine Vorschläge, Vereinbarungen und Kooperationen wirklich einhalten kann und will. Einen neuen Nahen Osten, in dem das saudische Königreich die Macht haben wird und weniger eine amerikanische Beziehung suchen wird wie früher. Mit dem Iran und der chinesischen Supermacht entwickelt sich eine neue Realität. Solange die Amerikaner noch Einfluss im Nahen Osten hatten, war Israel wie ein Türöffner für arabische Regierungen in Washington und dies scheint heute nicht mehr relevant zu sein.
Die Millionen Euro Frage ist: wie wird sich der neue Nahe Osten auf Israel auswirken? Wenn die Arabische Liga wieder seine politische Macht zurückgewinnt, wie bis zur Jahrtausendwende, dann wird dies nicht gut sein. Bis jetzt hat sich nichts in den Beziehungen mit den arabischen Ländern verändert und in Jerusalem hofft man weiterhin, dass Israel und Saudi-Arabien zu einer Normalisierung kommen werden. In den israelischen Medien äußerten sich auch arabische Finanzexperten, die der Meinung sind, dass der Handel zwischen Israel und seinen arabischen Verbündeten weiterhin florieren wird.

Aber andererseits sind auch nicht die Todesaufrufe gegen Israel in Teheran zu überhören. Inwiefern wird das saudische Königreich interessiert sein im Iran zu investieren, wenn dies auf Kosten der wertvollen Beziehungen mit Israel geht? Um seine Position im Nahen Osten nicht zu verspielen bleibt Israel nicht anderes übrig, als einen neuen Prozess gegenüber den Palästinensern anzukurbeln. Aber dazu scheint die jetzige Regierung Israels nicht fähig zu sein. Realistisch und logisch kann eine nationalreligiöse Regierung im Land keine Verhandlungen mit den Palästinenser eingehen. Das einzige „positive“ in der jüngsten Entwicklung im Nahen Osten, ist die Gefahr, die das Volk in Zion wieder vereint.





Diese Überlegungen sind überflüssig. Die Prophezeiungen Gottes werden sich wie immer erfüllen. Die Menschen im Iran sind nicht israelfeindlich, sondern ihre Führer; und die werden hoffentlich bald vom persischen Volk gestürzt.
Jede Nation, die Israel angreift, wird in den Abgrund gestürzt.
Mit Terror ist nicht zu verhandeln. Israel darf keine weiteren Zugeständnisse mehr machen, egal ob sich alle Araber im nahen Osten verbünden, oder nicht.