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MitgliederWie ein kranker Junge zur Waffe gegen Israel wurde

Israel Heute Korrespondent Itamar Eichner deckt auf: Die Wahrheit hinter dem Bild des abgemagerten palästinensischen Kindes – Kein Beweis für Hungersnot, sondern Teil einer globalen Propaganda-Kampagne. Dieser Artikel ist frei zugänglich für die nächsten 24 Stunden!

Gaza
Der fünfjährige palästinensische Junge Osama al-Raqab im Nasser-Krankenhaus in Khan Yunis im südlichen Gazastreifen. Er leidet an Mukoviszidose (zystischer Fibrose) und nicht an Nahrungsmangel. Foto: EPA/HAITHAM IMAD

Ein verstörendes Bild eines ausgemergelten palästinensischen Kleinkindes, das am 23. Juli 2025 als vermeintlicher Beleg für eine „Hungersnot in Gaza“ weltweit Wellen schlug, erweist sich bei näherer Betrachtung als irreführend. Die Aufnahme wurde vom Fotografen Ahmad Jihad Ibrahim al-Arini in Gaza gemacht und von der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu verbreitet. Erstmals erschien sie auf der Titelseite der britischen Daily Express. Innerhalb weniger Stunden übernahmen führende Medien wie CNN, The Guardian, The New York Times und die BBC das Foto und zeichneten ein Bild massenhaften Hungers im Gazastreifen.

Doch eine gründliche Recherche des britischen Journalisten David Collier zeigt: Das Bild erzählt nicht die Geschichte einer Hungersnot, sondern die eines schwerkranken Kindes, das von Hamas und westlichen Medien für propagandistische Zwecke instrumentalisiert wird.

Das virale Foto zeigt den etwa 18 Monate alten Muhammad Zakariya Ayoub al-Matouq, der scheinbar an schwerer Mangelernährung leidet. Doch weitere, nicht veröffentlichte Aufnahmen offenbaren: Sein drei Jahre alter Bruder Jud und ihre Mutter Huda Yassin al-Matouq sind wohlgenährt.

Diese Bilder, die bewusst zurückgehalten wurden, zeigen: Nur Muhammad ist krank – seine Familie hingegen ist gesund. Medien blendeten den gesunden Bruder absichtlich aus, schnitten ihn weg oder machten ihn unkenntlich, um das Bild eines allgemeinen Hungers zu verstärken.

Laut Colliers Untersuchung wurde Muhammad am 23. Dezember 2023 mit schweren genetischen Erkrankungen geboren – darunter zerebrale Lähmung (cerebral palsy) und Sauerstoffmangel im Blut (Hypoxämie), vermutlich ausgelöst durch eine rezessiv vererbte genetische Störung. Ein ärztlicher Bericht der Hilfsorganisation Basma aus Gaza, unterzeichnet von Dr. Sa’id Muhammad al-Nasan am 20. Mai 2025, bestätigt dies. Muhammad benötigt seit seiner Geburt spezielle Nahrungsergänzungsmittel. Sein Zustand ist nicht das Ergebnis von Hunger, sondern Ausdruck chronischer Krankheit.

Trotzdem verschwiegen Medien wie die BBC diese medizinischen Fakten. In einem 64-sekündigen Interview mit der Mutter erwähnte sie die schweren gesundheitlichen Probleme ihres Sohnes und seine Physiotherapie – doch der Reporter ließ all das aus und stellte Muhammads Zustand als Folge von Hunger dar. Diese journalistische Praxis wirft laut Collier gravierende Fragen zur Integrität der Medien auf – und ob sie damit wissentlich oder unwissentlich der Hamas dienen.

Auch über den Tod von Muhammads Vater Zakariya Ayoub al-Matouq kursieren verzerrte Darstellungen. Medien wie The New York Times berichteten, er sei am 28. Oktober 2024 beim Versuch, Lebensmittel zu beschaffen, getötet worden. Doch Colliers Recherchen belegen, dass er in der Nähe der al-Kassasib-Straße in Jabaliya bei einem gezielten IDF-Angriff ums Leben kam – zeitgleich mit Kämpfen zwischen Hamas und der israelischen Armee in diesem Gebiet. In dieser Woche starben sechs israelische Soldaten. Hamas selbst veröffentlichte Videomaterial von Gefechten in der Umgebung. Diese Hinweise lassen die Behauptung zweifelhaft erscheinen, der Vater sei bei der bloßen Nahrungssuche ums Leben gekommen – ein weiterer Baustein im Propaganda-Narrativ der Hamas.

Collier betont, dass Hamas systematisch die Zivilbevölkerung als propagandistisches Werkzeug missbraucht. Die Kontrolle über die humanitäre Hilfe sei für die Terrororganisation eine lukrative Einnahmequelle. Deshalb versuche sie, das gemeinsame Hilfsprogramm der USA und Israels (GHF) zu diskreditieren. Wiederholte Behauptungen, israelische Angriffe hätten Hunderte Zivilisten an Hilfsausgabestellen getötet, blieben bis heute unbelegt – trotz der dichten Überwachung und Dokumentation im Gazastreifen.

Vielmehr erhebt Collier schwere Vorwürfe gegen UN-Organisationen und NGOs, die in Gaza operieren: Sie kooperierten teilweise mit der Hamas, etwa indem sie Hilfstransporte an überzogene Bedingungen knüpften, was zum Verderben der Ladungen führte. In Einzelfällen verlangte die UNO sogar, Hamas solle für den Schutz von Hilfskräften sorgen – ein Schritt, der die Kontrolle der Organisation über Hilfsgüter festigt. Für Collier ein klares Zeichen, dass diese Institutionen nicht neutral agieren, sondern eine politische Agenda fördern, die die Hamas an der Macht hält.

Der Bericht deckt nicht nur das Versagen vieler Medien auf, sondern auch deren moralischen Bankrott. Aus ideologischen, ignoranten oder ängstlichen Motiven hätten sie sich zu Sprachrohren der Hamas gemacht. Anstatt Falschinformationen aufzudecken, würden Medien wie BBC oder The Guardian selbst Teil der Desinformationsmaschinerie. Eine journalistische und moralische Bankrotterklärung – die letztlich auch den Menschen in Gaza schade.

Muhammads Mutter, die lediglich Hilfe für ihr Kind suche, habe jedem offen die Wahrheit gesagt. Doch die Journalisten, die seinen Zustand als Propagandainstrument ausnutzten und seine Krankheit verschwiegen, zeigten kein Interesse an Unterstützung oder Aufklärung. Laut Collier interessierte sie nur eine Frage: „Wie kann dieses Bild Israel schaden?“

Am vergangenen Donnerstag veröffentlichte die italienische Zeitung Il Fatto Quotidiano auf ihrer Titelseite das Bild eines angeblich ausgehungerten Jungen unter der Überschrift „Ist das ein Kind?“ – eine offensichtliche Anspielung auf Primo Levis Holocaust-Werk „Ist das ein Mensch?“ Die Reportage enthielt ein Interview mit Francesca Albanese, der UN-Sonderberichterstatterin für die palästinensischen Gebiete, die Italien der „Mittäterschaft an Israels Hungerpolitik“ bezichtigte.

Doch auch dieses Bild entpuppte sich als Teil eines irreführenden Narrativs: Der Junge, Osama al-Raqab, leidet an Mukoviszidose (zystischer Fibrose). Das Foto stammt aus dem April – und Osama befindet sich seit dem 11. Juni längst in Italien, dank humanitärer und diplomatischer Anstrengungen der italienischen Regierung, die auch weitere schwerkranke Kinder aus Gaza evakuierte.

Am Folgetag veröffentlichte Il Fatto Quotidiano erneut einen Artikel über Osama, diesmal verfasst von der Studentin Aya Ashour, die zuletzt selbst aus Gaza nach Italien gekommen war. In dem Artikel behauptet sie, Osamas Mutter habe angegeben, er liege im Nasser-Krankenhaus in Khan Yunis und leide schwer – obwohl Osama zu diesem Zeitpunkt längst in Italien war und sich gesundheitlich deutlich erholt hatte. Selbst der Direktor des Hamas-Gesundheitsministeriums bestätigte dies öffentlich auf X (ehemals Twitter).

Zahlreiche Medien, darunter die italienische Debunking-Plattform OPEN, haben die Falschdarstellungen inzwischen widerlegt:

 

Diese Fälle zeigen: Bilder können täuschen – insbesondere, wenn sie gezielt für politische Zwecke eingesetzt werden. Doch sie zeigen auch, dass Wahrheit ans Licht kommen kann – wenn mutige Journalisten wie David Collier genau hinschauen.

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Patrick Callahan

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2 Kommentare zu “Wie ein kranker Junge zur Waffe gegen Israel wurde”

  1. marie.luise.notar sagt:

    Was mich interessieren würde….(mir ist klar, Israel tut sein Bestes in SAchen Versorgung in Gaza mit Lebensmitteln)
    Frage: von wem werden diese vielen LKW Ladungen eigentlich finanziert ???
    Von Israel selber ???

  2. hanngre-lhz sagt:

    Ein herzliches Danke an israelheute! Wir werden z.Z. wieder überschwemmt mit negativen Nachrichten bezüglich der großen Hungersnot und wie schlimm Israel, die IDF, mit dem Menschen in Gaza umgeht. Es tut einem weh und man möchte eigentlich reagieren in dem man andere Mitteilungen aus Israel und auch bezüglich Gaza bringt. Darf ich bei der Gelegenheit sagen: leider bekam ich von Aviel Schneider keine der so dringend erbetenen Links die wirklich zeigen, was Israel hier alles auch positive für die Menschen in Gaza tut – und dass die Hungersnot wirklich in dem Ausmaße nicht zutrifft. Deshalb Danke für den o.g Artikel mit den Infos – diese wurden von mir bereits an 2 Chefredakteure von größeren Zeitungen bei uns hier gesendet mit der Aufforderung einer Gegendarstellung zu dem vor kurzem gebrachten Artikel mit dem schlimmen Foto des ausgehungerten Kindes.
    Am Israel Chai!

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