(JNS) Auf den ersten Blick mag es so wirken, als sei das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu nicht so verlaufen, wie Letzterer es sich erhofft haben könnte.
Netanjahu wurde am Eingang des West Wing nicht von Trump vor wartenden Kameras begrüßt, wie es zuvor der Fall gewesen war. Es gab weder vor noch nach dem Treffen Pressetermine. Üblicherweise sind solche Auftritte von breitem Lächeln und gegenseitigen Höflichkeitsfloskeln geprägt – zusätzlich zu inhaltlichen Aussagen.
Und es ist schwer zu sagen, ob das dreistündige Treffen, das weit länger dauerte als geplant, von Einigkeit getragen war. Doch bei diesen beiden Führungspersönlichkeiten können öffentliche Auftritte bewusste Projektionen sein, die künftige Absichten tarnen sollen. Ebenso könnten sich Trump und Netanjahu – wie bereits kurz vor dem 12-Tage-Krieg im vergangenen Sommer – auf einen festen Zeitplan für Verhandlungen verständigt haben, nach dessen Ablauf eine militärische Option eingeleitet werden kann. Der Iran steht nun vermutlich unter Zeitdruck, ein Abkommen zu schließen.
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