Naher Osten

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USA greifen Iran erneut an – Vergeltung nach Angriffen auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus

Washington reagiert mit umfangreichen Luftschlägen auf iranische Angriffe gegen zivile Schiffe. Teheran spricht von einem Bruch der Waffenruhe und kündigt Konsequenzen an.

Iran
Passanten gehen in Teheran an einem Wandgemälde vorbei, das die Konfrontation des Iran mit den USA und Israel sowie die Spannungen um die Straße von Hormus thematisiert. Foto: EPA/Abedin Taherkenareh.

Die Vereinigten Staaten haben in der Nacht zum Mittwoch eine neue Welle militärischer Angriffe gegen den Iran gestartet. Nach Angaben des US Central Command (CENTCOM) erfolgten die Luftschläge als unmittelbare Reaktion auf iranische Angriffe gegen drei kommerzielle Schiffe in der Straße von Hormus. Washington wirft Teheran vor, mit den Attacken die erst vor wenigen Wochen vereinbarte Waffenruhe verletzt zu haben.

In einer offiziellen Erklärung teilte CENTCOM mit, die amerikanischen Streitkräfte hätten „eine Serie kraftvoller Schläge“ durchgeführt, um dem iranischen Regime „hohe Kosten“ für dessen Angriffe auf Handelsschiffe mit ziviler Besatzung in einer internationalen Wasserstraße aufzuerlegen. Die iranischen Angriffe seien „unprovoziert, gefährlich und ein klarer Verstoß gegen die Waffenruhe“ gewesen.


Nach Angaben des US-Militärs wurden mehr als 80 Ziele angegriffen. Dazu gehörten Luftverteidigungssysteme, Führungs- und Kontrollzentren, Küstenradaranlagen, Fähigkeiten zur Bekämpfung von Schiffen sowie mehr als 60 Schnellboote der Iranischen Revolutionsgarden. Nach Angaben von CENTCOM sollten die Angriffe Irans Fähigkeit einschränken, die internationale Schifffahrt in der Straße von Hormus weiter anzugreifen.

Auslöser der amerikanischen Reaktion waren mehrere Angriffe auf Handelsschiffe innerhalb von 24 Stunden. Nach US-Angaben wurden drei kommerzielle Schiffe beim Transit durch die Meerenge angegriffen. Die britische Seesicherheitsbehörde United Kingdom Maritime Trade Operations (UKMTO) bestätigte, dass mindestens ein Tanker von einem Geschoss getroffen wurde und in Brand geriet.

Der Iran weist die Vorwürfe zurück. Die Führung in Teheran verurteilte die amerikanischen Luftschläge als Verletzung ihrer Souveränität und kündigte eine „vernichtende Antwort“ an. Zugleich machte Washington seine Ankündigung wahr und entzog dem Iran eine zuvor gewährte Ausnahmegenehmigung für begrenzte Ölexporte.

Die jüngsten Angriffe sind die erste bestätigte amerikanische Militäraktion gegen den Iran seit der Vereinbarung der Waffenruhe nach dem Iran-Krieg. Mit den neuen Luftschlägen gerät diese Vereinbarung erneut unter erheblichen Druck. Während Washington erklärt, weitere Angriffe auf die internationale Schifffahrt nicht hinnehmen zu wollen, kündigte Teheran Gegenmaßnahmen an. Ob die militärische Eskalation damit beendet ist oder sich weiter verschärft, bleibt derzeit offen.

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Patrick Callahan

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