(JNS) Die Lage im Iran ist chaotisch, kritisch und gefährlich fragil. Das Land ist in Dunkelheit versunken – in ein aufgezwungenes Schweigen, das nicht zu leugnen ist – und das herrschende Establishment befindet sich in einem Zustand offener Schwäche und innerer Erosion.
Nach der blutigen Niederschlagung der Proteste im Januar und im Schatten der Spannungen sowie der Konfrontation mit den Vereinigten Staaten und Israel gibt es in der iranischen Gesellschaft keinerlei verlässliche Ordnung oder Rechtsstaatlichkeit mehr. Was bleibt, ist das unverhüllte Bild eines Systems im Zerfall.
Ein Regime, das durch landesweite Abschaltung des Internets versucht, die Wahrheit zu begraben, damit die Menschen und die Familien der Opfer keine Bilder und Videos eines der schrecklichsten Massaker des 21. Jahrhunderts mit der Welt teilen können. Diese Abschaltung hat nicht nur den öffentlichen Raum erstickt, sondern auch die permanente Obsession des Regimes offenbart, die Deutungshoheit zu kontrollieren.
Innerhalb von nur 48 Stunden versuchte der Repressionsapparat, die Proteste in schockierendem Ausmaß niederzuschlagen. Anschließend wurden in inszenierten Prozessen vor den brutalen Gerichten der Islamischen...





Das Regime im Iran denkt, es sei nicht angewiesen auf Verhandlungen mit USA und Israel und so stellt man Vorbedingungen, die alle Verhandlungen verhindern. Diese Weigerung zu verhandeln wird letztlich zum Regimesturz führen, denn wenn man mit ihnen nicht darüber übereinkommen kann, wie es weiter gehen soll, bleibt keine andere Lösung als dass es ohne sie weiter geht. Sie spielen aktuell offenbar wieder auf Zeit und merken nicht, dass diese längst gegen sie läuft, denn das Regime destabilisiert sich ohne Klarheit über die Zukunft derweil immer mehr. Dass das Regime nicht weitermachen kann, steht fest, es entscheidet sich jetzt nur noch, in welchem Zustand sie das Land ihren Nachfolgern überlassen.