Zur Erinnerung: Für ein lebenslanges Nasiräergelübde gelten drei Gesetze: Es ist ihm verboten, Wein zu trinken. Es ist ihm verboten, Tote zu berühren. Und es ist ihm verboten, sich das Haupthaar zu schneiden.
DIE KRAFT DES HAARS
Das Haar symbolisiert in der Bibel Kraft. Behaarte Menschen scheinen eine Art inneres Feuer zu haben, das alle um sie herum beeinflusst. Esau war vollständig von Haaren bedeckt. Absalom, der Sohn Davids, hatte besonders voluminöses Haar. Der Prophet Elia wird als ein Mann mit Haaren beschrieben. Auch heute noch gilt starker Haarwuchs als Ausdruck unbändigen Lebensinstinkts.
Ein zweiter Gesichtspunkt ist, dass Simson bereits gegen die beiden anderen ihm auferlegten Verbote verstoßen hatte. Nicht nur hatte er am Weinfest der Philister teilgenommen, sondern sich auch verunreinigt, indem er getötete Feinde berührt hatte.
Simson neigte dazu, sich mit der Kultur der Philister zu vermischen. Sein Haar erinnerte ihn an seine einzigartige Identität. So wirkte er fremd unter den Philistern, die sich gewöhnlich die Haare rasierten. Mit dem Abschneiden seines Haares...




