Eliran Mizrahi, ein Reservist des Ingenieurkorps der israelischen Armee, kämpfte seit dem 7. Oktober im Gazastreifen. Am vergangenen Freitag nahm er sich durch einen Schuss das Leben – zwei Tage, bevor er zum Kampf in Rafah zurückkehren sollte.
Mizrahi, 40 Jahre alt, hinterließ eine Frau und vier Kinder. Er wurde zu Kriegsbeginn zur Reserve eingezogen und diente als D9-Fahrer. Mit seinem riesigen, gepanzerten Bulldozer durchquerte er lange Strecken im Gazastreifen.
Er erlebte das Trauma der Kibbuzim in der Umgebung des Gazastreifens und wurde später den Gazastreifen geschickt, wo er verwundete Kämpfer evakuierte, dutzende Panzerabwehrraketen absorbierte, auf Hinterhalte von Terroristen, Kleinwaffenfeuer, Sprengstoff und Minen stieß – und all das, während er gemeinsam mit anderen Fahrern den Weg für die Kämpfer frei machte. Eliran und die anderen Fahrer pflasterten Straßen, entfernten Sprengkörper und zerstörten Gebäude und Tunnelschächte.
Nach sechs Monaten des Kampfes kehrte Eliran nach Hause zurück. Er wurde mit einer posttraumatischen Belastungsstörung diagnostiziert und trotzdem bat er darum, weiterhin in der Reserve dienen zu dürfen. Kurz danach erhielt er seinen gewünschten Einzugsbefehl und sollte sich in dieser Woche erneut zum Dienst melden. Dazu ist es leider nicht gekommen.
Trotz seiner heldenhaften Arbeit während des Krieges übernimmt die israelische Armee keine Verantwortung für sein Begräbnis, da er nicht während seines Dienstes gefallen ist. Es steht jedoch außer Frage, dass sein Tod mit dem Gazakrieg in Zusammenhang steht.
Nun muss sich Elirans Familie in ihrer Trauer mit den Behörden der Armee herumschlagen und für ein Militärbegräbnis kämpfen.

Seine Familie verlangt, dass er wie andere Soldaten auch, auf dem Militärfriedhof begraben wird. „Die Armee hat ihn mitgenommen und die Armee sollte sich um seine Beerdigung kümmern. Wir werden keine Beerdigung abhalten, die nicht militärisch ist. Er war in Gaza, auch wenn er zu Hause war, und bereitete sich vor, wieder in den Einsatz zu gehen“ erklärte sein Vater.
Selbstmorde der Soldaten
Die Tageszeitung Haaretz berichtete im Mai, seit dem 7. Oktober hätten sich zehn israelische Soldaten das Leben genommen haben. Für die Armee ist dies ein schwieriges Thema, denn eine Volksarmee muss hoch motiviert sein und Selbstmorde von Soldaten passen nicht in das Bild des furchtlosen Helden, das die Armee zu zeichnen versucht.
Es ist jedoch nicht Furcht, die zu Selbstmorden führt. Als Zivilist kann man sich schwer vorstellen, was die jungen Männer seit dem 7. Oktober sehen und erleben mussten. Wie oft musste Eliran Mizrahi an seine eigene Familie denken, als er den Gazastreifen zerstörte? Wie kann ein Soldat überhaupt schlafen, wenn er nach Monaten des Krieges nach Hause kommt und Zeit hat, alles zu verarbeiten?

Anders als unsere Feinde, haben wir Juden nie Interesse an Kriegen gehabt. Die Tatsache, dass kein israelischer Soldat Freude am Kampf oder am Töten hat, es trotzdem tut, macht ihn zu einem noch größeren Helden. Egal ob Familienvater oder Teenager, ein israelischer Soldat kämpft nicht nur gegen den Feind, der vor ihm steht, sondern auch gegen seine eigene Seele, die mit all dem nichts zu tun haben möchte.
Kriege in der Bibel
In der Bibel muss das Volk Israel einen Krieg für sein Land führen. Anders als der Auszug aus Ägypten, bei dem sich viele Wunder ereigneten und das Volk kaum an seiner Befreiung beteiligt war, musste das Land Kanaan erobert werden. Vielleicht, weil man etwas, das man sich erkämpft hat, mehr zu schätzen weiß, als etwas, was man geschenkt bekommen hat.
Immer wieder jedoch wird das Volk Israel in der Bibel aufgefordert, die Einwohner Kanaans zu vertreiben. Kritiker sehen in dieser wiederholten Aufforderung eine Kriegslust des jüdischen Volkes, aber das Gegenteil ist der Fall. Wenn ich meine Kinder immer wieder dazu auffordern muss, ihre Zähne zu putzen, dann nicht, weil sie es so gerne tun. Ich muss es ihnen X-Mal sagen, weil sie es nicht tun wollen!
Genauso ist es mit dem jüdischen Volk und dem Krieg. Wir wollen ihn nicht! Unsere Seele sträubt sich dagegen und die nun 11 Soldaten, die sich ihr Leben genommen haben, sind nur die Spitze des Eisbergs an Soldaten, deren Seelen durch diesen Krieg schwer angeschlagen wurden.






Es fehlen einem nur noch die Worte. Was da an Leid passiert. Ich fühle mit den Soldaten und den Familien.
So, unglaublich tragisch, so unendlich traurig, dieser Geschichte. So entsetzlich für seine Frau, kinderen, Familie, Freunden und so weiter. Was mich aber wütend macht ist die rücksichtslose und falsche Haltung der Armee! Ich habe bis zu diesem Bericht geglaubt das die IDF sich um ihren leute und ihren Familie kümmert. Das dies also nicht so ist, ist sehr sehr bitter. Traurig, sehr traurig und enttäuschend.
🇮🇱Da werden Israel Kriege aufgezwungen, die Israel nie wollte und will, und für das müssen dann friedliche, und nur Frieden suchende Menschen auf diese oder andere tragische Art sterben..
Wirklichen Frieden wird es erst im 1000 Jährigen Friedensreich geben, wenn Jesus Christus wieder gekommen ist..! Auch Israel wird bis dann weiterhin viele Kämpfe führen müssen, doch David hat gegen Goliath gesiegt…
Denn Dein ist das Reich, die Kraft und die Herrlichkeit, in Ewigkeit
Amen💦🇮🇱🐠💦