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Neuer Mossad-Chef vereidigt: Gofman tritt Amt an

Netanjahu begrüßt Roman Gofman als 14. Direktor des israelischen Auslandsgeheimdienstes – mit klarer Botschaft an den Iran.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (Mitte) flankiert vom scheidenden Mossad-Chef David Barnea (links) und dessen Nachfolger Roman Gofman bei der Amtsübergabe in der Mossad-Zentrale. Foto: Haim Zach/GPO

Am Dienstag, dem 2. Juni 2026, fand in der Mossad-Zentrale eine feierliche Amtsübergabe statt. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu begrüßte Generalmajor Roman Gofman offiziell als neuen Chef des israelischen Auslandsgeheimdienstes – und nutzte die Gelegenheit für eine deutliche Warnung an Teheran.

„Du wirst der 14. Chef des Mossad“

In seiner Rede wandte sich Netanjahu direkt an den neuen Direktor: „Roman, du hast alle Hindernisse überwunden und wirst zum 14. Chef des Mossad Israels ernannt.“ Die Worte waren bewusst gewählt – Gofman musste vor seiner Ernennung tatsächlich juristische Hürden überwinden. Mehrere Nichtregierungsorganisationen hatten beim Obersten Gerichtshof Petitionen gegen seine Ernennung eingereicht, die jedoch am 31. Mai in einer 3:1-Entscheidung abgewiesen wurden.


Die Zeremonie fand im Beisein hochrangiger Gäste statt: Knesset-Sprecher, Kabinettsmitglieder, der IDF-Generalstabschef sowie die Führungen der Sicherheitsbehörden – darunter auch der scheidende Mossad-Chef David Barnea.

Klare Ansage in Richtung Teheran

Netanjahu nutzte den feierlichen Rahmen auch für eine scharfe Botschaft: „Der Mossad wird weiterhin an vorderster Front unseres Kampfes gegen die iranische Aggression stehen. Wir werden nicht zulassen, dass das iranische Regime das Rad zurückdreht. Wir werden nicht zulassen, dass es Atomwaffen bekommt. Wir werden nicht zulassen, dass es unsere Existenz bedroht.“

Gofman selbst schlug in seiner Antrittsrede ähnliche Töne an. Israel habe dem Iran und seiner Achse eine „strategische Wende“ zugefügt und damit das Kräfteverhältnis in der Region verändert. „Die schiitische Achse, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, unser Land zu zerstören, wurde schwer getroffen“, sagte er. Gleichzeitig betonte er, die Arbeit sei nicht getan. Der Mossad werde seine Fähigkeiten und Methoden weiterentwickeln, um den Überraschungsvorteil gegenüber Israels Feinden zu erhalten.

Vom Militär an die Mossad-Spitze

Gofman bringt 31 Jahre Militärerfahrung mit, unter anderem als Kommandeur der Etzion-Brigade, der 7. Panzerbrigade, der 210. Division sowie des Nationalen Trainingszentrums im Negev. Zuletzt diente er als Militärsekretär von Ministerpräsident Netanjahu.

Kritiker hatten seine fehlende Geheimdiensterfahrung moniert – Netanjahu nominierte ihn dennoch im Dezember 2025. Gofman tritt die Nachfolge von David Barnea an, dessen fünfjährige Amtszeit planmäßig im Juni 2026 endete.

Barnea verabschiedete sich mit bewegenden Worten von seinen Mitarbeitern: „Eure außergewöhnliche Leistung – die der Männer und Frauen des Mossad – zeigt sich genau dort, wo andere sich zurückziehen. Ihr weigert euch, aufzugeben. Ihr stellt euch jeder Aufgabe, die ihr noch nie zuvor gemacht habt. Vor jeder Mauer und jedem Zweifel steht ihr und sagt klar: ,Wir können es tun.‘“

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Patrick Callahan

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