Rafah, südlicher Gazastreifen. Wo einst der Grenzschmuggel blühte, zieht heute ein neuer Schatten durch die Ruinen der Stadt. Sein Name: Yasser Abu Shabab. Ein Beduine, der nach einem israelischen Luftangriff aus dem Gefängnis entkam und heute eine bewaffnete Miliz anführt, die laut hochrangigen Quellen im Auftrag Israels operiert.
Dies ist nichts Neues, sondern Teil einer israelischen Strategie, die Israel seit Jahrzehnten verfolgt. Israel hat sich mehrfach pragmatisch mit ideologisch gegensätzlichen Gruppen eingelassen, wenn es dem strategischen Ziel der Schwächung größerer Bedrohungen diente. Die Förderung der Hamas, Waffen für die PLO und die Unterstützung libanesischer Milizen gehören zu den bekanntesten Beispielen – mit unterschiedlicher Langzeitwirkung: Manches war kurzfristig wirksam, anderes hat sich später als gefährlich erwiesen.
Die Meldung schlug ein wie eine Bombe: Israel soll im Gazastreifen lokale Milizen aufrüsten, als Gegengewicht zur Hamas. Diese brisante Information ist seit einigen Wochen bereits bekannt, doch jetzt kam sie nicht von irgendeinem Analysten, sondern wurde von Avigdor Lieberman,...
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Israel kommt nicht herum, das Geschehen geistlich zu betrachten. Um Gaza zu befrieden, muß Licht hineingebracht werden. Abu Shabab ist dabei eine dunkle Lampe, bestenfalls, wenn überhaupt, eine glimmende Docht kurz vor dem Verlöschen.
Auf die Frage nach dem Licht wird man ebenfalls feststellen, daß nicht einmal die Amerikaner dazu in der Lage ist. Letztlich bleibt die Erkenntnis, daß Israel selbst der Leuchtturm ist. Ergo muß Israel den Fehler Scharons rückgängig machen und Gush Katif wieder aufbauen, allen internationalen Protesten zum Trotz.
Gleiches gilt für Judäa und Samaria.