Seit Beginn der Militäroperation „Brüllender Löwe“ hat Israel nach Angaben der Streitkräfte mehr als 3.000 Ziele im Iran angegriffen. Wie das Militär am Dienstagmorgen mitteilte, richteten sich die Angriffe gezielt gegen zentrale militärische und sicherheitsrelevante Strukturen des Regimes in Teheran.
Nach Berichten israelischer Medien konzentrierten sich die jüngsten Angriffe insbesondere auf Einrichtungen der Revolutionsgarden (IRGC), die eine Schlüsselrolle bei der Steuerung der iranischen Militärstrategie und der Unterstützung regionaler Stellvertretergruppen spielen.
Am Montag führte die israelische Luftwaffe eine umfangreiche Angriffswelle durch, bei der unter anderem ein zentrales Sicherheitsquartier der Revolutionsgarden ins Visier genommen wurde. In der Nacht zum Dienstag folgte eine weitere Serie von Luftschlägen: Mehr als 50 Ziele wurden angegriffen, darunter Lagerstätten und Abschussrampen für ballistische Raketen.
Militärischen Einschätzungen zufolge zielen die Angriffe darauf ab, die Fähigkeit Irans zu untergraben, groß angelegte Raketenangriffe auf Israel durchzuführen. Gleichzeitig bleibt auch Infrastruktur im Zusammenhang mit dem iranischen Nuklearprogramm im Fokus der Operation.
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte am Montag, Israel sei dabei, sowohl das Raketenarsenal als auch zentrale Bestandteile des Atomprogramms „systematisch zu zerschlagen“. In den vergangenen Tagen seien zudem erneut Akteure aus dem Umfeld des Nuklearprogramms ausgeschaltet worden.
Parallel dazu setzt Israel seine Angriffe gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah im Libanon fort. Die Miliz gilt als zentraler Bestandteil der regionalen Strategie Teherans und bleibt ein wesentliches Ziel israelischer Militärmaßnahmen im Norden.
Netanjahu verwies zudem auf ein Gespräch mit US-Präsident Donald Trump. Dieser sehe eine Möglichkeit, die militärischen Erfolge zu nutzen, um die Kriegsziele auch auf diplomatischem Wege zu erreichen.
Tatsächlich hatte Trump angekündigt, die Angriffe auf iranische Energieinfrastruktur vorübergehend auszusetzen, um laufenden Gesprächen mit Teheran Raum zu geben. Ob diese Verhandlungen zu einer nachhaltigen Deeskalation führen können, bleibt jedoch offen.




