Die neuen Daten des Instituts für Nationale Sicherheitsstudien (INSS) zeigen das volle Ausmaß eines Krieges, der Israel gleichzeitig an mehreren Fronten fordert – und zugleich eine deutliche Schwächung der militärischen Fähigkeiten des Iran erkennen lässt.
Aus dem Iran wurden bislang rund 244 Angriffswellen gegen Israel registriert. Nach Schätzungen überschritten mehr als 300 Raketen den israelischen Luftraum, während gleichzeitig über 500 Drohnen gestartet wurden. Etwa die Hälfte der eingesetzten ballistischen Raketen war mit Streumunition ausgestattet – ein deutlicher Hinweis auf die Eskalation der eingesetzten Mittel.
Angriffe auf die gesamte Region
Parallel dazu wurde auch die weitere Region in Mitleidenschaft gezogen. Die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten 313 Raketen und 1.606 Drohnen, Kuwait 239 Raketen und 456 Drohnen, Katar 143 Raketen und 78 Drohnen. Aus Saudi-Arabien wurden 25 Raketen und 151 Drohnen gemeldet, aus Bahrain 129 Raketen und 215 Drohnen. In Kurdistan im Irak wurde von rund 300 Raketen und Drohnen berichtet. Jordanien registrierte 204 entsprechende Flugkörper. Oman meldete vier Raketen sowie rund 50 Drohnen (offiziell bestätigt wurden 13 Drohnen). Aus der Türkei wurde ein Raketenstart gemeldet, Drohnen wurden dort nicht registriert. Zypern meldete zwei Raketen und fünf Drohnen, Aserbaidschan zwei Drohnen.
Auch aus dem Libanon hält der Beschuss an. Mehr als 485 Angriffswellen mit über 1.600 eingesetzten Waffen wurden gegen Israel registriert. Zusätzlich wurden fünf Drohnen in Richtung Zypern gestartet – ein Zeichen dafür, dass sich der Konflikt zunehmend über Israels unmittelbare Grenzen hinaus ausdehnt.

Massive Gegenschläge gegen den Iran
Gleichzeitig intensivierten Israel und die Vereinigten Staaten ihre militärischen Operationen gegen den Iran. Die israelische Luftwaffe griff mehr als 7.600 Ziele an und setzte dabei rund 10.000 Waffen ein. Darunter befanden sich etwa 700 Ziele des ballistischen Raketenprogramms, 100 Einrichtungen zur Raketenproduktion sowie rund 500 Kommando- und Kontrollzentren. Insgesamt wurden mehr als 4.700 Einsätze und über 380 Luftoperationen durchgeführt.
Auch die Vereinigten Staaten griffen mehr als 6.000 Ziele an, während sich rund 50.000 amerikanische Soldaten im Einsatzgebiet befinden.
Die Wirkung dieser koordinierten Angriffe ist erheblich: Rund 70 Prozent der iranischen Raketenabschusssysteme wurden außer Gefecht gesetzt. Etwa 250 Drohnen wurden schwer beschädigt. Rund 80 Prozent der Luftabwehrsysteme wurden angegriffen, darunter 100 Flugabwehrbatterien und 120 Radaranlagen. Die Raketenproduktion ist nach Einschätzung der Analysten vollständig zum Erliegen gekommen. Insgesamt wurden etwa zwei Drittel der iranischen Rüstungsindustrie zerstört.
Zusätzlich zerstörten amerikanische Streitkräfte 90 iranische Schiffe und U-Boote, darunter 30 Minenleger. Nach Einschätzung von General Kane ging die Zahl iranischer Raketenangriffe um etwa 90 Prozent zurück, die Drohnenangriffe um rund 83 Prozent.
Auch gezielte Tötungen hochrangiger Akteure werden gemeldet. Im Iran wurden mehr als 48 führende Funktionäre ausgeschaltet, darunter 14 besonders hochrangige Vertreter. Im Libanon wurden mehr als 380 Terroristen getötet, darunter 15 hochrangige Mitglieder.
Im Libanon griff die israelische Armee zudem rund 1.100 Ziele an. Dazu gehörten etwa 110 Kommandozentralen, 190 Ziele der Radwan-Einheiten, mehr als 200 Raketen- und Abschussanlagen sowie rund 35 Kommando- und Kontrollzentren. Nach Angaben der libanesischen Regierung wurden 816.700 Menschen vertrieben, was etwa 14 Prozent der Bevölkerung entspricht. Weniger als 20 Prozent von ihnen befinden sich in offiziellen Aufnahmezentren.
Überblick: Operation „Brüllender Löwe“ (Stand 16. März)
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Iran → Israel: ca. 244 Angriffswellen; >300 Raketen; >500 Drohnen
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Libanon (Hisbollah): >485 Angriffswellen; >1.600 Waffen
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Israelische Angriffe: >7.600 Ziele; ~10.000 Waffen; >4.700 Einsätze
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US-Angriffe: >6.000 Ziele; ~50.000 Soldaten im Einsatz
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Iranische Verluste:
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~70 % Raketenkapazität außer Gefecht
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~80 % Luftabwehr getroffen
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~⅔ der Rüstungsindustrie zerstört
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Gezielte Tötungen:
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Iran: >48 (14 hochrangig)
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Libanon: >380 (15 hochrangig)
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Opfer:
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Israel: 15 Tote (+4 indirekt), 3.495 Verletzte
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Iran: ≥1.444 Tote
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Libanon: 850 Tote
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Humanitäre Folgen:
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3,2 Mio. Vertriebene
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Libanon: 816.700
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Israel: >3.500 Evakuierte
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Hohe Verluste auf allen Seiten
Die Zahl der Opfer ist auf allen Seiten hoch. In Israel wurden bislang 15 Todesopfer offiziell bestätigt, darunter 13 Zivilisten und zwei Soldaten. Zusätzlich wurden vier weitere Todesfälle registriert, die nicht unmittelbar auf direkte Angriffe zurückgeführt werden. Insgesamt wurden 3.495 Menschen verletzt, darunter 460 Kinder sowie 16 Soldaten der israelischen Armee.
Die Vereinigten Staaten melden 13 Tote, rund 200 Verletzte, davon zehn in schwerem Zustand.
Im Iran wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums mindestens 1.444 Menschen getötet und 18.551 verletzt.
Im Libanon wurden 850 Tote und 2.105 Verletzte registriert. Israelische Schätzungen gehen davon aus, dass unter den Getöteten mehr als 380 Terroristen sind.
Auch in weiteren Ländern wurden Opfer gemeldet. In Sri Lanka kamen nach iranischen Angaben 87 Menschen ums Leben (andere Berichte sprechen von 104). In den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden sieben Menschen getötet und 141 verletzt. Katar meldete 20 Verletzte. Kuwait verzeichnete sechs Tote und 106 Verletzte, darunter zwei zivile Todesopfer und 36 verletzte Zivilisten sowie vier getötete und 70 verletzte Soldaten. In Bahrain wurden zwei Menschen getötet und 52 verletzt. Im Irak wurden 27 Tote gemeldet, in Syrien fünf Tote und 15 Verletzte. Oman meldete fünf Tote, darunter ein einheimischer Staatsbürger sowie mehrere indische Staatsbürger, und 15 Verletzte. In Jordanien wurden 28 Menschen verletzt, in Aserbaidschan vier. Saudi-Arabien meldete zwei Tote und 12 Verletzte, Frankreich einen Toten und sechs Verletzte.
Die humanitären Folgen sind erheblich. Nach Angaben der UN-Flüchtlingsorganisation wurden mehr als 3,2 Millionen Menschen aus ihren Häusern vertrieben.
Belastung für das israelische Hinterland
Auch im israelischen Hinterland sind die Auswirkungen deutlich spürbar. Mehr als 3.500 Menschen mussten ihre Häuser in 27 Gemeinden verlassen, über 10.314 Schadensmeldungen wurden beim Entschädigungsfonds eingereicht. Gleichzeitig wurden rund 110.000 Reservisten mobilisiert. Für viele Israelis bedeutet dies weiterhin einen Alltag zwischen Sirenen, Schutzräumen und ständiger Anspannung.

Die Zahlen zeigen: Während Israel weiterhin massiv unter Beschuss steht, verändert sich das Kräfteverhältnis in diesem Krieg bereits spürbar. Die militärischen Fähigkeiten des Iran und seiner Verbündeten wurden erheblich geschwächt – auch wenn ein Ende der Kampfhandlungen derzeit noch nicht absehbar ist.




