Der Raketenbeschuss aus dem Iran hat sich am Wochenende fortgesetzt und erneut Opfer in Israel gefordert. In Tel Aviv wurde ein Mann getötet, im Raum Beit Shemesh westlich von Jerusalem mindestens 13 Menschen verletzt. Gleichzeitig weitete sich der Konflikt weiter aus: Erstmals seit Beginn des Krieges feuerten auch die Huthi-Rebellen aus dem Jemen eine Rakete auf Israel.
Bei dem Todesopfer handelt es sich um den 52-jährigen Wjatscheslaw Widmant aus Aschdod. Er war als Sicherheitskraft für evakuierte Wohngebäude in Tel Aviv eingesetzt, die bereits bei früheren Angriffen beschädigt worden waren. Nach Berichten hielt er sich nach seiner Schicht weiterhin in der Nähe auf. Kurz vor Mitternacht ertönte Raketenalarm, doch offenbar suchte er keinen Schutzraum auf. Eine Submunition eines iranischen Geschosses schlug in der Nähe ein, Splitter trafen ihn tödlich.

Im Raum Beit Shemesh durchbrach am Samstag eine weitere ballistische Rakete die israelische Luftabwehr und traf ein Wohngebiet im Moshav Eschtaol. Dabei wurden mindestens 13 Menschen verletzt, mehrere Häuser und Fahrzeuge schwer beschädigt.
Am Einschlagsort zeigte sich erhebliche Zerstörung. Neben Verletzten mussten auch zahlreiche Menschen wegen Schock und Angstreaktionen behandelt werden.
תיעודים מפעילות כוחות פיקוד העורף בזירת הנפילה
כוחות חילוץ והצלה של פיקוד העורף, בסדיר ובמילואים, פועלים בשעות האחרונות בזירת הנפילה במרכז הארץ.
פיקוד העורף קורא לציבור להמשיך ולהישמע להנחיות pic.twitter.com/pzZCHXPSmJ
— צבא ההגנה לישראל (@idfonline) March 28, 2026
Die Verwundeten wurden in Krankenhäuser in Jerusalem gebracht, darunter das Schaare-Zedek- und das Hadassah-Klinikum. Einsatzkräfte des Heimatfrontkommandos durchsuchten die beschädigten Gebäude nach weiteren Betroffenen.
Besonders problematisch bleibt der Einsatz von Raketen mit Streumunition. Diese zerlegen sich in zahlreiche kleinere Sprengkörper, die sich über ein großes Gebiet verteilen und so die Gefahr für Zivilisten erheblich erhöhen.
Erstmals Angriff aus dem Jemen
Parallel zu den iranischen Angriffen eröffnete sich am Wochenende eine weitere Front. Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen feuerten erstmals seit Beginn des Krieges eine Rakete auf Israel.
Das Geschoss wurde nach Angaben der Armee abgefangen, Berichte über Opfer gab es nicht. Die Huthis erklärten, ihre Angriffe seien Teil der Unterstützung für Iran und weitere verbündete Gruppen in der Region.
Konflikt weitet sich aus
Neben der Hisbollah im Libanon greifen nun auch Kräfte aus dem Jemen in die Kämpfe ein. Die jüngsten Entwicklungen zeigen, dass sich der Konflikt weiter ausdehnt und Israel zunehmend gleichzeitig aus mehreren Richtungen unter Beschuss gerät.
Für die Bevölkerung bedeutet dies weiterhin einen Alltag unter Alarmbereitschaft – zwischen Sirenen, Schutzräumen und der ständigen Unsicherheit, wann der nächste Angriff erfolgt.




