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IDF greift Militärbasen in Syrien an

IDF zielt auf militärische Infrastruktur nach dem Sturz von Baschar al-Assad.

Syrien
Kampfflugzeug F-15 der israelischen Luftwaffe auf dem Luftwaffenstützpunkt Tel Nof. 01. Januar 2024. Foto von Moshe Shai/Flash90

Die israelische Armee (IDF) hat in den frühen Morgenstunden des Dienstags erneut Stellungen in Syrien angegriffen. Ziel waren der Stützpunkt Tadmur am Militärflughafen von Palmyra sowie der nahegelegene Luftwaffenstützpunkt T-4 im Zentrum des Landes.

Der israelischen Armee zufolge wurden „verbliebene militärische Kapazitäten“ ins Visier genommen, nachdem Al-Qaida-nahe Kräfte am 8. Dezember den langjährigen Diktator Baschar al-Assad gestürzt hatten. Der T-4-Stützpunkt gilt als der größte Luftwaffenstandort Syriens und stand in Verbindung mit der iranischen Revolutionsgarde.

„Die IDF wird weiterhin alles unternehmen, um jegliche Bedrohung für die Bürger des Staates Israel zu beseitigen“, erklärte die israelische Armee.

Bereits am Samstag hatte die IDF Angriffe auf die Stützpunkte Tadmur und T-4 geflogen. Zudem wurden am vergangenen Dienstag Artilleriestellungen im Gebiet von Khan Arnabah in Südsyrien nahe der israelischen Grenze angegriffen. Einen Tag zuvor waren Kommandozentralen mit Waffenlagern und Militärfahrzeugen ins Visier genommen worden. Diese Einrichtungen gehörten zum früheren Assad-Regime und sollten offenbar reaktiviert werden.

Am 13. März hatte die israelische Luftwaffe zudem einen Hauptsitz der Terrororganisation Islamischer Dschihad in Damaskus attackiert.

Der israelische Außenminister Gideon Sa’ar sprach sich kürzlich für eine realistischere Einschätzung der neuen syrischen Regierung aus. „Es gibt Gespräche über einen Regimewechsel in Syrien. Das ist absurd“, sagte er bei einer Pressekonferenz mit EU-Vertretern in Brüssel. Er bezeichnete die neue Regierung unter Ahmed al-Sharaa, der auch als Abu Mohammed al-Julani bekannt ist, als „eine dschihadistisch-islamistische Terrorgruppe aus Idlib, die Damaskus mit Gewalt eingenommen hat“.

Nach dem Sturz Assads im Dezember übernahm Israel die von den Vereinten Nationen überwachte Pufferzone auf den Golanhöhen, die im Zuge des Waffenstillstandsabkommens von 1974 eingerichtet worden war. Die neuen Machthaber in Syrien sowie UN-Vertreter forderten den Rückzug Israels aus diesem Gebiet.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu machte jedoch deutlich, dass Israel weder die neue syrische Armee noch andere Aufständische südlich von Damaskus dulden werde. „Merken Sie sich: Wir werden keine HTS-Kämpfer oder die neue syrische Armee südlich von Damaskus akzeptieren“, erklärte Netanjahu und bezog sich damit sowohl auf das neue Regime als auch auf die von al-Sharaa geführte Gruppierung Hayat Tahrir al-Scham (HTS), die als Nachfolgeorganisation der Al-Nusra-Front gilt und in Syrien als dschihadistisch-salafistische Miliz agiert.

 

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Patrick Callahan

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