Die Nachrichten und viralen Clips über den Sturz des Assad-Regimes im Nachbarland Syrien waren heute Morgen auf den Bildschirmen des israelischen Fernsehens zu sehen.
Nach mehr als einem Jahrzehnt Bürgerkrieg marschierten Rebellen über Nacht in Damaskus ein und beendeten die Herrschaft von Baschar al-Assad, der den „Thron“ vor etwa 24 Jahren von seinem Vater Hafez al-Assad geerbt hatte.
Sowohl unter dem Vater als auch unter dem Sohn war Syrien ein wichtiger Bestandteil der „Achse des Widerstands“ des Iran, die darauf abzielte, den jüdischen Staat zu vernichten. Während es in den Jahrzehnten nach dem Jom-Kippur-Krieg 1973 nur selten zu direkten Konflikten zwischen syrischen und israelischen Streitkräften kam, diente Syrien als Verbindungsweg zur Versorgung antiisraelischer Kräfte wie der Hamas und der Hisbollah.
Außerdem verfügte der Iran über eine Operationsbasis direkt an der Grenze zu Israel.
Jetzt ist das Land in den Händen einer Ansammlung verschiedener Oppositionsgruppen, von denen viele untereinander zerstritten sind und nur sehr wenige freundliche Absichten gegenüber Israel hegen. Die führenden Oppositionsgruppen bestehen größtenteils aus den Überresten des IS und werden von der Türkei unterstützt.
Angesichts der Gefahr reagierte Israel auf die Entwicklungen über Nacht mit der Entsendung von Truppen über die syrische Grenze, um die Verteidigung auf den Golanhöhen zu verstärken.
Es gibt auch Bedenken, dass dieser schwere Schlag gegen den Iran und seine Stellvertreter zu Maßnahmen gegen Israel führen könnte, möglicherweise als Ablenkungsmanöver oder um das Gesicht zu wahren. Andererseits kann sich das iranische Regime derzeit eine weitere verheerende israelische Reaktion kaum leisten.
Dies ist eine sich entwickelnde Geschichte.




