(Jerusalem Institute for Strategy and Security) Angesichts der Ungewissheiten rund um den im amerikanisch-iranischen Memorandum of Understanding (MoU) vorgesehenen 60-tägigen Verhandlungszeitraum ist es möglicherweise noch zu früh, den endgültigen Inhalt des „Deals“ zu beurteilen. Es bleibt abzuwarten, ob die Trump-Regierung an ihrer grundlegenden Position hinsichtlich der iranischen Nuklearfähigkeiten festhalten wird (Washingtons Positionen zu ballistischen Raketen sowie zur Unterstützung der Stellvertreterorganisationen Teherans wurden faktisch bereits aufgegeben).
Was jedoch bereits jetzt mit besorgniserregender Sicherheit festgestellt werden kann, ist, dass die Begründung für die Dringlichkeit der Unterzeichnung des MoU an sich äußerst gefährlich ist. Es dauerte nicht lange, bis das IRGC-Regime in Teheran zu dem Schluss kam, dass die Amerikaner offensichtlich von der Angst vor einer Wirtschaftskrise getrieben wurden – und von ihrer erklärten Unfähigkeit, die Straße von Hormus auf anderem Wege wieder zu öffnen. Daraus leitete Teheran ab, dass es seine starke Verhandlungsposition nutzen könne, um seinen Willen im Libanon durchzusetzen und einen tieferen Keil zwischen Washington und Jerusalem zu treiben.
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