Die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz hat am Montag eine Panzerabwehrrakete auf israelische Soldaten im Südlibanon abgefeuert. Verletzte gab es keine. Die IDF reagierte umgehend und zerstörte den Abschussposten, von dem die Rakete abgefeuert worden war.
Am darauffolgenden Tag startete die Hisbollah zudem eine Drohne gegen IDF-Truppen im Südlibanon. Die Armee bezeichnete das Flugobjekt als „verdächtiges Luftziel“ und leitete Abfangmaßnahmen ein. Die Drohne erreichte israelisches Territorium nicht. In der Grenzgemeinde Kibbuz Misgav Am in Obergaliläa wurden die Sirenen „protokollgemäß“ ausgelöst – die rund 400 Bewohner mussten die Schutzräume aufsuchen.
Waffenstillstand am seidenen Faden
Die jüngsten Vorfälle reihen sich in eine dichte Serie von Angriffen ein. Am 26. April tötete die Hisbollah Sergeant Idan Fooks mit einer Drohne – der erste tödliche Angriff seit Beginn der aktuellen Feuerpause. Zwei Tage später wurden zwei weitere Soldaten durch Sprengdrohnen verletzt, einer davon schwer. Am 29. April kam dann der 44-jährige Zivilarbeiter Amer Hujirat aus Schfaram ums Leben, als eine Drohne seinen Bagger in der Nähe von Aitaroun traf – er arbeitete im Auftrag des Verteidigungsministeriums beim Abbau von Hisbollah-Infrastruktur.
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu warf der Hisbollah daraufhin wiederholte Verstöße gegen die Waffenruhe vor. Zu Beginn einer Kabinettssitzung erklärte er: „Die Verstöße der Hisbollah demontieren in der Praxis die Waffenruhe.“ US-Präsident Donald Trump hatte die Waffenruhe am 16. April verkündet und am 23. April um weitere drei Wochen verlängert.
IDF zerstört Terrorinfrastruktur
In den vergangenen Tagen haben Truppen der 7. Brigade der IDF in separaten Einsätzen bewaffnete Hisbollah-Kämpfer ausgeschaltet, die sich israelischen Soldaten genähert und eine unmittelbare Bedrohung dargestellt hatten. Darüber hinaus wurden mehrere Waffenlager, beladene Raketenabschussposten sowie weitere Terrorinfrastruktur zerstört – darunter laut Armeeangaben auch ein Waffenlager in einem Kinderzimmer. Die Lage bleibt angespannt: In den vergangenen Tagen hatten Hisbollah-Raketen in Obergaliläa erneut Sirenen ausgelöst – ein Projektil wurde abgefangen, ein weiteres fiel auf offenem Gelände nieder.




