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Drohnenangriff im Südlibanon: Zivilist getötet

Hisbollah greift erneut mit Sprengdrohne an – nach Angriffen auf israelische Soldaten verschärft sich die Lage weiter.

Aufsteigender Rauch über dem Südlibanon während einer israelischen Militäroperation am 28. April 2026. Foto: Ayal Margolin/Flash90

Ein gezielter Drohnenangriff der Hisbollah hat am Dienstag einen israelischen Zivilisten im Südlibanon getötet. Der Vorfall zeigt erneut, wie angespannt die Lage an der Nordgrenze bleibt.

Der 44-jährige Amer Hujirat aus Schfaram arbeitete im Auftrag des Verteidigungsministeriums mit schwerem Gerät in der Nähe des libanesischen Ortes Aitaroun, unweit von Bint Dschbeil. Dort war er damit beschäftigt, Infrastruktur der Hisbollah abzubauen.


Nach Angaben der israelischen Armee wurde das Fahrzeug von einer mit Sprengstoff beladenen Drohne direkt getroffen. Hujirat kam dabei ums Leben. Sein 19-jähriger Sohn, der ebenfalls für das Unternehmen arbeitete, wurde leicht verletzt und ins Ziv-Medical-Center in Safed gebracht. Sein Zustand ist stabil.

Die Hisbollah bekannte sich zu dem Angriff und erklärte, man habe gezielt ein israelisches Ingenieursfahrzeug angegriffen.

In den vergangenen Monaten ist zu beobachten, dass die Hisbollah verstärkt auf solche Drohnen setzt. Sie sind schwer abzufangen und können einzelne Ziele präzise treffen – eine zusätzliche Herausforderung für die israelische Armee, insbesondere bei Einsätzen in Grenznähe.

Der getötete Arbeiter war kein Soldat, sondern ein ziviler Auftragnehmer. Dennoch befand er sich im Einsatz in einem Kampfgebiet. Wie die Armee mitteilte, wurde die Familie informiert. Zivile Mitarbeiter, die unter solchen Umständen ums Leben kommen, gelten offiziell nicht als gefallene Soldaten.

Bereits am Vortag hatte die Hisbollah israelische Soldaten im selben Gebiet mit Sprengdrohnen angegriffen. Zwei Soldaten wurden dabei verletzt, einer von ihnen schwer. Die Armee wertete diese Angriffe als klaren Verstoß gegen die Waffenruhe. Auch danach kam es zu weiteren Drohnenstarts in Richtung israelischer Einheiten, von denen zumindest ein Teil abgefangen werden konnte.

Die jüngsten Vorfälle zeigen, dass die Kämpfe im Südlibanon trotz offizieller Waffenruhe weitergehen. Immer wieder kommt es zu Angriffen beider Seiten, während Israel gleichzeitig gegen die militärische Infrastruktur der Hisbollah vorgeht.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte kürzlich, er habe ein spezielles Programm zur Bekämpfung dieser Bedrohung angeordnet. „Es wird Zeit brauchen – aber wir werden uns darum kümmern“, sagte Netanjahu.

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Patrick Callahan

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