Raketenangriff aus dem Libanon

Der Drohung folgten Taten: Hisbollah schießt Antipanzerraketen auf den Norden Israels.

Rauch nahe des Moshavs Avivim
David Cohen/Flash90.

Gegen 16 Uhr Ortszeit eröffnete die Hisbollah das Feuer auf mehrere israelische Militärfahrzeuge und einer Basis im Norden Israels in der Nähe der Ortschaft Avivim. Ein israelischer Armeesprecher erklärte, dass Panzerabwehrraketen aus dem Libanon abgeschossen wurden. Es seien mehrere Treffer bestätigt worden. Von Verletzten wurde bisher nicht berichtet.

 

Die israelische Armee reagierte mit Angriffen von Gebieten, von wo aus die Raketen abgefeuert wurden und weiteren Zielen im Süden des Libanons.

 

Die Hisbollah hat offiziell die Verantwortung für den Angriff übernommen und erklärte, dabei ein israelisches Armeefahrzeug zerstört zu haben.

 

Auf israelischer Seite gibt es bis jetzt keine Bestätigung dafür. Die israelische Armee orderte an, im Gebiet bis zu vier Kilometer von der libanesischen Grenze entfernt die Schutzräume zu öffnen und forderte die Bevölkerung dort auf, in ihren Häusern zu bleiben.

Granate

Israelische Sicherheitskräfte an der Einschlagsstelle einer Mörsergranate aus dem Libanon

 

Nun bleibt abzuwarten, ob die Hisbollah auf die israelische Reaktion reagieren werde, um die Region in eine weitere Auseinandersetzung zu bringen, oder ob Hisbollahführer Nasrallah sich mit der von ihm vor einigen Tagen angekündigten und jetzt ausgeführten Reaktion auf den angeblichen israelischen Angriff auf ein Stadtteil in Beirut zufriedengeben wird. Bei seiner Rede am in der letzten Woche hatte er betont, nicht an einen weiteren Krieg mit Israel interessiert zu sein.

 

Um 18:20 Uhr Ortszeit erklärte die israelische Armee offiziell, dass niemand durch den Raketenangriff der Hisbollah zu Schaden gekommen sei.

 

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