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Hisbollah droht Israel: Angriffe im Süden Libanons dürfen nicht weitergehen

Hisbollah-Generalsekretär Naim Qassem warnt vor Eskalation und lehnt jede Entwaffnung der Miliz ab.

Hisbollah
Hisbollah -Führer Scheich Naim Qassem hält eine Fernsehansprache in Beirut, Libanon. Foto: EPA/WAEL HAMZEH

Der Generalsekretär der Hisbollah, Scheich Naim Qassem, hat Israel am Dienstag eindringlich vor weiteren Luftangriffen im Süden des Libanon gewarnt. „Das kann nicht weitergehen, alles hat seine Grenzen“, sagte Qassem in einer Fernsehansprache.

Er betonte, dass das derzeitige Waffenstillstandsabkommen ausschließlich für den Süden des Landes gelte. „Von einer Entwaffnung der Hisbollah oder anderen Maßnahmen nördlich des Litani-Flusses kann keine Rede sein“, erklärte er. Zugleich wies Qassem Forderungen der libanesischen Regierung zurück, die Waffenarsenale seiner Organisation einzusammeln. Die Hisbollah werde ihre Waffen nicht aufgeben, da sie „für die Selbstverteidigung notwendig“ seien.


Währenddessen setzt die israelische Armee ihre gezielten Einsätze gegen Stellungen und Infrastruktur der Hisbollah im Süden des Libanon fort. Ziel sei es, den Wiederaufbau der militärischen Fähigkeiten der vom Iran unterstützten Schiitenmiliz zu verhindern. In den vergangenen Tagen wurden mehrere Anlagen in der Region Houla zerstört, die laut IDF als Terrorinfrastruktur genutzt wurden.

Nach Angaben der Armee wurden dort bereits im vergangenen Monat Waffen und Sprengsätze entdeckt und neutralisiert. Das Vorhandensein solcher Stützpunkte verstoße gegen die Vereinbarungen zwischen Israel und dem Libanon, hieß es in einer Mitteilung. Die IDF werde weiterhin handeln, um jede Bedrohung für den Staat Israel zu beseitigen.


Unterdessen berichtete der israelische Fernsehsender Kanal 12, die Armee habe der Regierung verschiedene Optionen für eine Ausweitung des militärischen Vorgehens im Libanon vorgelegt. Israel sehe, so hieß es, dass der libanesische Staat zu wenig tue, um die Macht der Hisbollah einzuschränken. Sollte die Miliz ihre Angriffe fortsetzen, werde Israel seine Schläge verstärken – auch auf die Gefahr einer Eskalation hin.

Die Spannungen entlang der israelisch-libanesischen Grenze bleiben damit hoch. Während die libanesische Regierung offiziell am Waffenstillstand festhält, sieht sich die Hisbollah nicht daran gebunden. Israels Militär wiederum macht deutlich, dass es keinen Aufbau neuer Angriffsstellungen dulden wird.

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Patrick Callahan

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