Mitten im Krieg gegen den Iran ist erstmals wieder ein neuer Einwanderer nach Israel gekommen.
Der 26-jährige Henry Garfinkle landete am Sonntagmorgen am Ben-Gurion-Flughafen bei Tel Aviv und ist der erste Neueinwanderer seit Beginn der Militäroperation „Brüllender Löwe“ gegen den Iran.
Der Politikwissenschaftler traf gegen 4.45 Uhr morgens in Israel ein. Sein Flug gehörte zu den ersten Verbindungen, die nach der schrittweisen Wiederöffnung des israelischen Luftraums wieder in Israel landen konnten. Am Flughafen wurde er von Familie und Freunden begrüßt.
Noch am selben Tag begann Garfinkle mit seinem Integrationsprogramm und begann einen Hebräischkurs am Ulpan Etzion in Ra’anana. Langfristig plant er, auch in Israel in seinem Fachgebiet zu arbeiten und sich beruflich einzubringen.
Seine Einwanderung erfolgte mit Unterstützung der Organisation Nefesh B’Nefesh in Zusammenarbeit mit dem israelischen Ministerium für Einwanderung und Integration sowie der Jewish Agency.
Der israelische Einwanderungs- und Integrationsminister Ofir Sofer würdigte den Schritt des jungen Mannes ausdrücklich. „Ich gratuliere Henry zu seiner Einwanderung während des Krieges, nach einem großen und entschlossenen Einsatz, um Israel zu erreichen“, erklärte Sofer. Seine Entscheidung symbolisiere „Zionismus, Mut und große Liebe zu Israel“.
Garfinkle selbst erklärte, seine Entscheidung zur Einwanderung sei von einer tiefen Verbundenheit mit Israel und einem Gefühl der Mission getragen gewesen. Da bereits Familie und Freunde im Land leben, freue er sich besonders darauf, hier ein neues Leben zu beginnen und zur israelischen Gesellschaft beizutragen.
Seit dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 sind nach Angaben der Jewish Agency mehr als 50.000 jüdische Einwanderer nach Israel gekommen.
Der Ben-Gurion-Flughafen hatte in den vergangenen Tagen seinen Betrieb nur eingeschränkt wieder aufgenommen, nachdem der israelische Luftraum während der Kämpfe mit dem Iran zeitweise geschlossen worden war. Inzwischen finden wieder begrenzte Ein- und Ausflüge statt.




