Christliches Oberhaupt fordert Ende des Raketenbeschusses auf Israel

Patriarch der christlichen Bevölkerung Libanons sagt, die Hisbollah gefährde die gesamte Nation, indem sie den jüdischen Staat provoziere

von Israel Heute Redaktion | | Themen: Christen, Libanon
Kardinal Rai war noch nie jemand, der vor einem Kampf zurückschreckte. Foto: EPA/SALVATORE DI NOLFI

Das christliche Oberhaupt des Libanon forderte in der Sonntagsmesse, dass die Regierung endlich die Kontrolle über den Süden des Landes ausübt, um die Hisbollah daran zu hindern, weitere Raketen auf das benachbarte Israel abzuschießen.

„Wir rufen die libanesischen [Streitkräfte], die zusammen mit den internationalen Streitkräften für die Sicherheit des Südens verantwortlich sind, auf, die Kontrolle über das gesamte Gebiet des Südens zu übernehmen, die Resolution 1701 des UN-Sicherheitsrates strikt umzusetzen und den Abschuss von Raketen vom libanesischen Territorium aus zu verhindern“, sagte der maronitische Patriarch Kardinal Bechara Boutros Rai in seiner wöchentlichen Predigt.

Der Geistliche stellte klar, dass sein Hauptanliegen nicht „die Sicherheit Israels, sondern die Sicherheit des Libanon“ sei.

Kardinal Rai betonte, dass sich der Libanon weiterhin an den Waffenstillstand von 1949 halte und sich nicht offiziell im Krieg mit Israel befinde. „Wir wollen den Libanon nicht in militärische Operationen verwickeln, die verheerende israelische Reaktionen hervorrufen“, betonte er.

Letzte Woche feuerten militante Palästinenser zwei Raketen auf den Norden Israels ab. Zwei Tage später feuerte die Hisbollah 19 weitere Raketen ab, was zu schwerem israelischen Artilleriebeschuss und begrenzten Luftangriffen führte. Siehe: „Die Regierung wird stürzen, wenn Israel den Libanon angreift“, um zu verstehen, warum die israelische Reaktion nicht stärker war.

Kardinal Rai schlägt diese Trommel schon seit mehreren Jahren. Im vergangenen August forderte er in ähnlicher Weise, dass der Libanon zur Neutralität zurückkehren solle, und deutete an, dass die kriegerischen Aktivitäten der Hisbollah einer der Hauptfaktoren für die wirtschaftliche Notlage des Libanon seien.

Im Jahr 2014 besuchte Kardinal Rai zusammen mit Papst Franziskus den „Feindstaat“ Israel und wurde von der großen maronitischen christlichen Gemeinde dort herzlich empfangen.

 

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